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BlackView Hero 1 Pro HiFi Action CAM - Budget Version des GoPro Hero 1? - Ora's Review

BlackView Hero 1 Pro HiFi Action CAM - Budget Version des GoPro Hero 1? - Ora's Review

  1. Ora
    Meine Motivation:
    Diese Action CAM hatte ich auf meinen Urlaubstrip nach Italien zur Verfügung. Mit dieser Leihgabe fertigte ich dieses Review und will auch CM meine Eindrücke nicht vorenthalten.
    Der Zeitpunkt hätte besser nicht sein können, denn dieser Fitness Urlaub mit dem Rennrad gab mir ausreichend Gelegenheit das Ding mal unter die Lupe zu nehmen.

    Motto: Rechtfertigt dieser kleiner Preis im Vergleich zum „großen Bruder“ GoPro Hero HD vielleicht sogar einen Kauf?
    Ehe diese Frage beantwortet wird, sei in Erinnerung gerufen, dass die Preisunterschiede zweistellig sind.

    Video Unboxing und Eigenschaften und Beispielaufnahmen (deutsch kommentiert)


    Technische Daten:(Auszug)
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    Das kommt aus der Verpackung zu Euch
    Neben der Kamera mit entnehmbaren 1050 mAh Akku und einen „wassergeschützten“ Gehäuse als Zubehör gehört eine nahezu unendliche Menge an Zubehörteilen, die im Wesentlichen der Befestigung der Kamera dienen, zum Lieferumfang.

    Bilder Unboxing -- einschließlich erklärende Bezeichnungen aus den Produktbilder des Zubehörs.
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    erklärendes Produktbild
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    Leider sind diese Teile nicht immer sehr durchdacht. Bei der Wasserbeständigkeit des zusätzlichen Gehäuses melde ich schon mal Bedenken an. Nach einem kurzen Tauchgang hatte ich leider sehr schnell Kondenswasser hinter der Frontseite des Gehäuses.
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    Auch gelang es mir nicht, die Kamera stabil an meinem Rennrad zu befestigen, da die mitgelieferte Klemmschelle völlig unterdimensioniert war und mein Helm auch keine Gelegenheit gab die Kamera zu fixieren.
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    Ein Micro USB Ladekabel gehört zum Lieferumfang, aber auf ein Ladenetzteil muss man verzichten.
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    Bilder der Kamera
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    Die Technik der Kamera -- im Inneren liegen die Werte
    Blackview verwendet einen Image Prozessor American Ambarella A7LS75 der in Verbindung mit dem Sony Sensor IMX206 auf dem Papier exzellente Werte verspricht.
    Mit einem extrem weitwinkeligen Objektiv (170 °) kann man mit diesen Werten 2304*1296 30fps 1920*1080 60fps 1920*1080 30fps 1280*720 60fps 1280*720 30fps bewegte Bilder im MP4 Format aufzeichnen.
    Fotos werden mit etwa 14 MP und einem Blendenwert von F/2.4 im JPEG Format aufgezeichnet.
    Die Qualität dieser Aufzeichnungen beurteilt bitte an Hand der Bilder und den im Video eingebetteten Originalaufnahmen bitte selbst.
    Die Schärfe ist schon beeindruckend und setzt hier ein deutliches Signal dafür, dass dem Vorbild an dieser Stelle schon mal der Rang abgelaufen ist.
    Allerdings gleicht nach meinem Dafürhalten die Kamera die Kontraste schlecht aus und neigt insbesondere bei Gegenlicht zu schlecht sichtbaren Details. Überraschend gute Ergebnisse konnte ich bei Kunstlichtaufnahmen beobachten.
    Die Bildstabilisierung arbeitet nicht optimal. In meinem Video bei einen Extremtest auf „Kopfsteinpflaster“ kann man dies deutlich erkennen und auch hören, obwohl ich die Kamera in Ermanglung einer geeigneten Halterung nicht fest montierte, sondern in der Hand hielt.
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    Das Mikrofon
    Es ist ein eingebautes Mikrofon vorhanden, welches aber im mitgelieferten wasserschützenden Gehäuse wirkungslos ist. Verzichtet man auf diesen Schutz, kann man den Ton ungefiltert aufnehmen. Dabei sind Windgeräusche unvermeidlich und sehr deutlich zu hören.

    Das Display und die Bedienung des Menus -- das schlechteste Teil der Action CAM
    Die Kamera hat auf der Rückseite ein 2 inch großes Display (960*240 )und das bringt den ersten Ärger. Lichtschwach, blaustichig und erkennbar eigentlich nur im Null Grad Blickwinkel ist das nahezu nicht verwendbar. Selbst das Setup Menu mittels der drei Tasten ist nicht nur wegen der umständlichen Handhabung möglichst zu vermeiden, sondern ist auch schwer erkennbar. Trost ist aber in Reichweite…, nicht aber für den Stromhunger, denn das Display lässt sich nicht deaktivieren und verbraucht auch während der Aufnahme munter unnötig Strom, zumal im Freien sowieso nicht erkennbar.
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    Wi-Fi Funktionen -- Die Rettung
    Das ist der Trost… Nämlich kann man die Kamera vollständig über eine Wi-Fi Kopplung steuern und auch Einrichten. Selbst die Zeit wird dabei vom Handy zur Kamera synchronisiert. Die Reichweite liegt etwa bei 6-7m.

    Die App
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    Die Puste
    Der Akku ermöglicht nach meinen Messungen etwa 1,5 h 1080p/60fps ohne Wi-Fi Funktionen. Eigentlich ein überraschend guter Wert. Zwar ist dieser auswechselbar, aber weder Zweit-Akku noch ein dafür geeignetes Ladegerät stehen zur Verfügung. Aufgeladen wird dieser über den Micro USB Anschluss mittels üblichen Ladegerätes.

    Speicher - Ausgang
    Die Videos und Bilder können ausschließlich auf einer TF Karte abgespeichert werden. Einen internen Speicher gibt es nicht. Schließt man die Kamera via USB an einen PC an, wird dieser Anschluss nicht erkannt.
    Vorteilhaft ist außerdem der vorhandene Mikro HDMI Anschluss.

    Verarbeitungsqualität - Beispiel Fahrradhalterung
    Auf den ersten Blick, zunächst nichts auszusetzen. Schaut man deutlicher hin, erkennt man am Gehäuse, den Buchsen und den Menu- „Wippen“ deutlich schlechte Verarbeitungsqualität.
    Insbesondere kann das reichliche Zubehör nicht überzeugen. Wenig durchdacht und nicht auf übliche Abmessungen des Freiheitsbereiches abgestimmt. An einen Spritzwasserschutz (Regen) ohne das kompakte Plastik-„Eintauch“ Gehäuse wurde überhaupt nicht gedacht. So liegen die Anschluss-Buchsen völlig ungeschützt an der Seite und auch das Klemmgehäuse schützt diese unzureichend.

    Resümee
    Zurück zum anfänglichen Motto:Rechtfertigt dieser kleiner Preis im Vergleich zum „großen Bruder“ GoPro Hero HD vielleicht sogar einen Kauf?
    • Der ernsthafte Nutzer im Fitness bewussten Alltag ist sicher bereit, mehr als 90 € auszugeben um die entdeckten Mängel zu vermeiden.
    • Wer einfach nur mal Spaß an ungewohnten Perspektiven beim Videofilmen (oder Review'n :p) haben will, etwas erfinderisch beim Fixieren der Kamera und ein Schönwetter Fan ist, der findet vielleicht über dieses preiswerte Einsteigermodell den Weg hin zu ernsthaften Dokumentieren seiner Freizeitaktivitäten mittels eines anspruchsvolleren, dann aber auch wesentlich teureren Modelle eines renommierter Anbieters.
    Plus:
    + Unschlagbare Kampfpreis
    + guter Sensor und Bildprozessor​
    Minus:
    - Nahezu unbenutzbares Display
    - Schlechte Verarbeitungsqualität
    - Schlecht durchdachtes Zubehör
    - Umständliche Menüführung
    - ohne Schutzgehäuse nicht Outdoor fähig
    Die Kamera ist bei unserem Sponsor für einen Haustürpreis von knapp 90€ erhältlich.