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Minix Neo X6 (Android 4.4 TV Box) Testbericht

Minix Neo X6 (Android 4.4 TV Box) Testbericht

Für den Preis liefert die Minix Neo X6 einiges. Es ist ein kleines Gerät, welches sich optisch gut neben einem Fernseher macht. Leistungstechnisch übersteigt die Box die Funktionsfähigkeit eines durchschnittlichen Smart-TV alleine durch Android 4.4 bei weitem. Auch die Benutzung als kleine Gaming-Station ist kein Problem. Auch der WLAN-Empfang war durchweg gut und konstant in meiner Benutzung. Allerdings hat das Gerät auch seine negativen Aspekte. Das System scheint mir noch nicht 100% ausgereift, weshalb es zu Abstürzen des Systems kommen kann. Meine SanDisk 32 GB Karte wurde zum Beispiel seltsamerweise erst beim dritten Anlauf erkannt. Hier ist auf Nachbesserung zu hoffen. Was “integrierte” Programme wie den XBMC Minix Edition angeht: Hier sind genügend stabile Alternativen im Playstore zu finden. Es ist natürlich zu beachten, dass der Großteil der Android Programme auf Touchscreen Bedienung ausgelegt sind, wobei eine Maus hier in den meisten Fällen Abhilfe schafft. Native Android Spiele hingegen müssen vorher umgemapped werden, was nicht jedermanns Sache ist. Alles in allem gefällt mir die Box jedoch für den Preis und bietet viele Möglichkeiten.
  1. KloNom
    Bei der Minix Neo X6 handelt es sich um eine Android TV Box mit KitKat 4.4.2 im unteren Preissegment. Hierzu erstmal ein Bild der Box mit Fernbedienung:
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    Spezifikationen:
    -Android 4.4.2
    -Amlogic S805 Quadcore mit 1,5 GHz
    -Mali-450 Quad GPU
    -8 GB eMMC Speicher
    -1 GB DDR3L
    -802.11n WiFi
    -Bluetooth
    -HDMI Ausgang (1080p)
    -RJ-45 Netzwerkanschluss
    -Kopfhöreranschluss
    -2xUSB
    -MicroSD-Karten Slot

    Das Gerät habe ich netterweise von Antelife gestellt bekommen. Es ist für knapp 100$ bei Antelife bestellbar.


    Erste Eindrücke:
    Für diejenigen, die etwas in Richtung Informatik/Elektrotechnik studiert/gelernt haben und denen Minix möglicherweise noch etwas sagt, nein, ich beschreibe hier nicht meine Erfahrungen zum Linuxsystem :grin: . Aber nun zur eigentlichen Beschreibung. Die TV Box wurde in einem überwiegend schwarzen Karton geliefert. Im Karton befanden sich neben der TV Box eine Infrarot-Fernbedienung (2xAAA Batterien, nicht inkl.), ein Netzteil (5V, 2A), eine Bedienungsanleitung (Multilanguage, inkl. Deutsch), ein HDMI Kabel und ein USB Kabel (Male-Male). Für letzteres habe ich immer noch nicht den eigentlichen Verwendungszweck herausgefunden, ich schätze es ist als Verbindungskabel für zum Beispiel Festplatten gedacht. Das beigelegte HDMI-Kabel hat mich positiv überrascht, da dies ja oft nicht selbstverständlich ist.
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    Hierzu das ganze nochmal in bewegten Bildern:



    Ich selber erwartete von der TV Box einen vollwertigen Media Player, sowie die Möglichkeit kleinere Spiele als auch Emulatoren zu benutzen. Ich persönlich besitze keinen Smart-TV, da diese Funktionen schon mehrfach in der Regel vorhanden sind (Spielekonsolen, HDMI Sticks à la Chromecast, etc). Diese Box sollte eine höhere Funktionalität als ein klassischer Smart-TV erbringen, durch zum Beispiel die Möglichkeit alte SNES Spiele zu spielen (dazu mehr im Review Video).



    Die Box an sich:
    Die Box ähnelt äußerlich etwas dem FireTV von Amazon. Es ist eine rechteckige mattschwarze Box mit abgerundeten Ecken, wobei auf der Oberseite der Firmenname Minix eingelassen ist. An drei Seiten befinden sich die Anschlüsse, sowie der Infrarot-Port. Zusätzlich befindet sich an der Seite eine externe WiFi Antenne. Das Gehäuse wirkt wertig und sieht meiner Meinung nach gut aus, da der sichtbare obere Teil aus einem Gussteil besteht. Die Fernbedienung ist relativ schlank und besitzt die folgenden Tasten: Steuerkreuz, OK, Power, Vol+, Vol-, Zurück, Home, Menu und Einstellungen.
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    Erste Bedienung:
    Beim Booten der TV Box wird eine Minix Bootanimation abgespielt. Danach landet man in einem Stock Android 4.4 Homescreen.
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    Die erste Bedienung erfolgt problemlos per Infrarot Fernbedienung. Hierbei scheint die Fernbedienung relativ stark zu sein, da sich der Infrarot-Port der Box nicht in direkter Sichtlinie sein muss, sondern das gestreute Signal reicht. Standardmäßig sind bereits viele Apps nützlich für den Mediacenter Gebrauch vorinstalliert, wie zum Beispiel AirDroid, XBMC, Neflix oder Miracast. Auch der Playstore ist vorinstalliert. Falls eine Eingabe erforderlich ist, erscheint eine On-Screen Tastatur wie man es von Android gewöhnt ist, welche per Fernbedienung gesteuert wird. Dies ist für kleine Eingaben durchaus OK, wird jedoch auf Dauer anstregend. Für diesen Zweck kann man Tastatur und Maus an die beiden USB Slots anschließen. Android erkennt diese ohne Probleme und man kann bequem vom Sofa aus zum Beispiel Surfen. Die zwei USB Anschlüsse sollten für den Normalgebrauch meiner Meinung nach ausreichend sein, ansonsten kann immer noch auf einen Hub ausgewichen werden. Ich brauchte dies allerdings noch nicht.




    Leistung/Performance:

    Der Amlogic S805 SoC war mir persönlich unbekannt, weshalb ich nur wenig einschätzen konnte, was für eine Performance die Minix Neo X6 bringt. Um eine grobe Einschätzung zu bekommen, aktualisierte ich den auf der Box vorinstallierten Antutu 4 Benchmark auf die Version 5 und startete einen Benchmark Durchlauf. Das Ergebnis waren 17166 Punkte. Damit sollten die meisten durchschnittlichen Anwendungen problemlos laufen.
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    Beim allgemeinen Scrollen durch den Launcher fallen keine Lags oder ähnlich auf. Allerdings passierte es einige Male, dass das System nach längeren Benutzen in einem Systemmenü oder App hängen blieb und sich die Box nur durch Trennen der Stromversorgung neustarten ließ. Hier besteht noch etwas Nachbesserungsbedarf von der Softwareseite.



    Emulatoren:
    Wie bereits angesprochen, ein Anwendungsgebiet einer Android TV Box für mich persönlich sind Emulatoren. Ich besitze zwar bereits eine selbstgebaute Retro Konsole welche auf einem Raspberry Pi basiert, allerdings ist dieser nicht leistungsfähig genug um Systeme wie Playstation 1 oder N64 zu emulieren. Dabei wäre es doch klasse, Spieleklassiker auf dem TV zu spielen, ohne jedes mal seinen Laptop bzw. Desktop PC mit dem Fernseher zu verbinden. Aus diesem Grund habe ich PS1 (FPSE), N64 (SuperN64) und SNES (SNES 9x EX+) ausprobiert. Aus rechtlichen Gründen sei nochmal betont, dass man hierfür das Originalsystem sowie die Spiele besitzen muss. Alle drei von mir ausprobierten Emulatoren liefen flüssig und ohne Probleme. Lediglich der Playstation Emulator hing von Zeit zu Zeit einige Sekunden, wobei ich nicht sagen kann, ob es an der Hardware, dem Emulator oder dem Spiel lag. Allgemein beeinflusste dies aber nicht das Gameplay. Als Controller benutzte ich ein Bluetooth Gamepad und konnte keine Lags oder Verbindungsabbrüche feststellen. Insgesamt erfüllt die Box also meine Erwartung, sie als kleine Gaming-Station für Retrospiele zu benutzen.




    Media-Center:
    Die Minix Neo X6 kommt vorinstalliert mit dem Xbox Media Center (XBMC, neuerdings Kodi) in einer “Minix Edition”. Das Skin sieht nett und nicht zu überladen aus. Ich persönlich nutze das XBMC nicht und kann daher leider nicht allzu viel dazu aussagen. Um dennoch wenigstens die Funktionsweise zu testen, habe ich eine 1080p Videodatei in meine Bibliothek eingebunden. Das Abspielen startete ohne Verzögerung und ohne Ruckler. Allerdings bemerkte ich ein zufälliges Stoppen des Films. Hier ist das XBMC scheinbar noch etwas buggy. Da das XBMC jedoch den letzten Stopppunkt speichert, konnte ab diesem Punkt weitergeschaut werden.
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    Speicher:
    Die Box kommt laut Produktinfos mit 8GB internen Speicher. Hiervon sind jedoch nur knapp 5.32GB verfügbar, also deutlich weniger. Ein klassische Unterteilung zwischen Telefonspeicher und Systemspeicher wie bei Android Handys existiert nicht. Der vorhandene Speicher kann also voll für Apps benutzt werden. Die Kapazität reicht natürlich aber nicht für ein Mediacenter. Die Box unterstützt offiziell MicroSD-Karten bis 64 GB, und externe HDDs bis 2TB (MicroSD Karte nur bis 32 GB getestet, externe HDD bisher noch nicht).




    Die Box in Live-Bildern:

    Hier mal ein paar Bilder wie verschiedene Emulatoren auf der Box laufen und wie die grundlegende Navigation aussieht ;).



    Zusammenfassung:
    Für den Preis liefert die Minix Neo X6 einiges. Es ist ein kleines Gerät, welches sich optisch gut neben einem Fernseher macht. Leistungstechnisch übersteigt die Box die Funktionsfähigkeit eines durchschnittlichen Smart-TV alleine durch Android 4.4 bei weitem. Auch die Benutzung als kleine Gaming-Station ist kein Problem. Auch der WLAN-Empfang war durchweg gut und konstant in meiner Benutzung. Allerdings hat das Gerät auch seine negativen Aspekte. Das System scheint mir noch nicht 100% ausgereift, weshalb es zu Abstürzen des Systems kommen kann. Meine SanDisk 32 GB Karte wurde zum Beispiel seltsamerweise erst beim dritten Anlauf erkannt. Hier ist auf Nachbesserung zu hoffen. Was “integrierte” Programme wie den XBMC Minix Edition angeht: Hier sind genügend stabile Alternativen im Playstore zu finden. Es ist natürlich zu beachten, dass der Großteil der Android Programme auf Touchscreen Bedienung ausgelegt sind, wobei eine Maus hier in den meisten Fällen Abhilfe schafft. Native Android Spiele hingegen müssen vorher umgemapped werden, was nicht jedermanns Sache ist. Alles in allem gefällt mir die Box jedoch für den Preis und bietet viele Möglichkeiten.

    Für aktuelle Infos und ähnliches, der Link zum Blogpost ;):
    http://klonom.com/minix-neo-x6-review/