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Review: Cubot X15 (5.5",FHD,LTE,MT6735,13/5MP,DUAL SIM)

Review: Cubot X15 (5.5",FHD,LTE,MT6735,13/5MP,DUAL SIM)

  1. dragon-tmd
    Mit dem Cubot X15 stellt der hierzulande eher unbekannte Hersteller ein respektables Smartphone vor. Für knapp 160 Euro (zum Beispiel bei gearbest.com) bekommt man ein technisch ansprechendes Mittelklasse-Smartphone, welches auch optisch zu gefallen weiß. Das Cubot X15 bietet ein 5.5 Zoll großes IPS-Display mit 1.080 x 1.920 Bildpunkte, eine 16 Megapixel-Kamera auf der Rückseite, eine 8 Megapixel-Kamera auf der Vorderseite und wird von einem 1.3 GHz schnellen MediaTek 6735A angetrieben. Android 5.1 nutzt dabei 2 Gbyte Arbeitsspeicher, dem User bleiben noch knapp 12 Gbyte (von 16) zur freien Verfügung. Der Speicher ist per MicroSD um 128 Gbyte erweiterbar, alternativ steht eine Unterstützung für zwei SIM-Karten gleichzeitig zur Verfügung. Wie es sich im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in wenigen Minuten. Und zwar ohne überbordene Lobeshymnen wie bei so mancher "ChinaHandy" Seite ....

    Design: Nett, unspektakulär, gefällig

    Das knapp 153 x 76 x 8 mm grosse und etwa 180 Gramm schwere Cubot X15 kommt entweder in Gold oder in schlichtem Weiß daher. Mein Testgerät gehört (dankeswerterweise) zur letzteren Farbgebung. Ich mag persönlich nämlich nicht die oft "schwülstig" wirkenden, goldfarbenen Geräte. Leider hat Cubot das Benutzerinterface aber auch in diesen Farbton eingekleidet. Das sieht eher langweilig aus, lenkt aber vom etwas farbarmen Display ab. Aber dazu später mehr.

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    Mehr Bilder nach dem Klick

    Der Rahmen aus Metall wurde mit weißer Farbe beschichtet und weist an der einen oder anderen Stelle leichte Beschichtungsprobleme auf. Gerade an der Unterseite des Displays sieht man die eher übersichtliche "Qualität", hier gibt es sowohl unschöne "Wellen" als auch einen gut sichtbaren Spalt. Die Tasten auf der rechten Seite wackeln zudem kläglich im Rahmen vor sich hin und das ist auch bei anderen Geräten (wenn man den Angaben anderer Nutzer trauen kann) der Fall. Hier ist einfach zuviel Spiel vorhanden. Der matte Akkudeckel ist übrigens stellenweise fest mit dem Gehäuse verklebt, im Falle eines Problems muss er ersetzt werden. Dafür stimmt die angegebene Akkukapazität von 2.700 mAh, ich habe es geprüft.

    Auch die beiden Einschübe für MicroSD (bzw. Nano-SIM) und MicroSIM auf der linken Seite haben im Rahmen etwas zuviel Spiel. Den Speicher kann man nur erweitern, wenn man auf die zweite Nano-SIM verzichtet. Der Kopfhörer findet auf der Oberseite Zugang, das Lade-/Datenkabel auf der Unterseite. Dort findet man auch zwei Öffnungen für das Mikrofon (linke Seite) und den Lautsprecher (rechte Seite). Ein Stereo-Lautsprecher ist nicht vorhanden. Insgesamt ist die Verarbeitung eher befriedigend und könnte auch für 160 Euro besser sein. Android 5.1 wird über drei schmale und leider unbeleuchtete Sensor-Tasten am unteren Displayrand bedient. Keine wirklich sinnvolle Lösung.

    Unboxing: Lieferumfang ist doch super

    Der Hersteller hat an fast alles gedacht. Einzig eine MicroSD gehört nicht zum Lieferumfang. Die Verpackung selbst ist sogar recht aufwendig gestaltet. Mehr in meinem kleinen Unboxing auf YouTube.



    Display: Gross, hochauflösend, farbarm

    Cubot bringt mit dem X15 sein erstes Smartphone mit einem Full-HD-Display auf den Markt. Die Diagonale beträgt 5.5 Zoll, rein optisch sieht es so aus, als wäre der Rand sehr schmal. Sobald man das Display aktiviert durchschaut man aber den optischen Trick. Der Rahmen ist dann eigentlich sogar ziemlich breit.

    Das Display selber ist sehr hell, die Farben werden aber in meinen Augen eher blass abgebildet. Die Ausleuchtung selber ist relativ gleichmässig, zum unteren Rand hin sind die Lichtkegel der LED erkennbar. Das IPS-Display stellt seine Texte scharf dar und auch die maximale Helligkeit ist vollkommen ausreichend. Das Display ist zu den Rändern hin leicht abgeschrägt, ein 2.5D-Display.

    Android 5.1: Fast aktuell, fast komplett übersetzt

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    Auf dem Cubot X15 kommt Android 5.1 zum Einsatz, die Benutzeroberfläche hat der Hersteller aber leider selber eingefärbt. So kommen überwiegend goldene Icons zum Einsatz über deren Geschmack man sich trefflich streiten kann. Ich mag sie jedenfalls nicht und eine Alternative bekommt man nur, wenn man einen komplett anderen Launcher installiert.

    Ab Werk sind alle wichtigen Apps vorinstalliert, das Display selbst kann über Doppeltap-Gesten entsperrt werden und auch über die üblichen "Bewegungen". Malt man also beispielsweise ein "m" auf den Screen, startet der Musikplayer. Leider wurden die beiden dafür zuständigen Punkte "Gesture sensing" und "Smart wake" nicht übersetzt. Auf die Verständlichkeit hat das aber kaum Einfluss, es sei denn man ist hinterm Mond ohne Schulenglisch aufgewachsen.

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    Ich habe mir übrigens mal den Apex-Launcher samt den neuen Galaxy Note 5 Icons installiert, damit sieht das Cubot X15 doch gleich "heimischer" aus. Der Unterschied zu einem aktuellen Samsung ist damit kaum noch erkennbar.

    Performance: Schnell ist was anderes

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    Auch Cubot hat sich für den MediaTek 6735A entschieden. Diese Variante des MT6735 kommt mit vier Kernen zu 1.3 GHz daher. Damit erreicht man im AnTuTu-Benchmark trotz 64-Bit nur knapp 26.000 Punkte, die sich allerdings nicht verifizieren lassen. Im Geekbench 3 kommt die CPU auf 621 Punkte im Single-Core und 1.867 im Multi-Core. Das reicht für ein flüssiges Erlebniss bei Android 5 und für akzeptable Frameraten bei den aktuellen Spielen. Wunder sollte man da aber keine erwarten.

    Konnektivität: Dank LTE und HSPA ist alles wunderbar?

    Na ja, fast. Das Cubot X15 bietet neben HSPA auch die Unterstützung für LTE und zwar in allen notwendigen Frequenzbändern. Die Sende- und Empfangsleistung geht dabei eigentlich voll in Ordnung, die Sprachqualität ist aber etwas "blechern". Nicht, dass ich sowas nicht auch von Geräten aus dem Hause Samsung gewohnt bin :grin:

    Der interne Speicher von 16 Gbyte (11 GByte frei) kann per MicroSD um weitere 128 Gbyte aufgebohrt werden. Dann verzichtet man aber auf den Einsatz einer zweiten SIM-Karte. Alternativ kann man statt der MicroSD auch einen nano-SIM nutzen und so zwei SIM-Karten gleichzeitig einsetzen. Telefonieren kann man aber nur mit einer der beiden Karten. Erreichbar ist man auf beiden, wobei die gerade ungenutzte Karte eingehende Telefonat auf die Mailbox umleitet (Dual SIM Standby). Der eingebaute GPS-Empfänger hatte nach knapp 15 Sekunden eine Verbindung zu 8 Satelliten. Nach meinen Messungen wird auch Glonass unterstützt. Der fest eingebaute Akku leistet (zumindest laut Aufdruck) 2.700 mAh und kam etwa 2 Tage ohne Strom aus der Steckdose aus. Wer sein Cubot X15 allerdings mal so richtig trietzt, der wird es nach knapp 8 Stunden aufladen müssen. Eine Aufladung dauert dabei etwa 3 1/2 Stunden und ist nur per Kabel möglich.

    Kamera: Angeblich mit 16 Megapixel

    Laut Hersteller löst die Kamera des Cubot X15 auf der Rückseite mit 16 Megapixel auf. Derlei Angaben muss man leider immer mit einer Portion Skepsis betrachten. Technische Angaben werden leider gerne mal gefaket , die Auflösung "interpoliert". Meine Testbilder der Kamera gibt es wieder auf Flickr zu bewundern:

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    Zum Einsatz kommt ein Sensor vom Typ Omnivision OV13850, ein Sensor der "nur" mit 13 Megapixel auflöst. Die Bildqualität ist zudem eher mässig, Farben werden stark überzeichnet. Die Frontkamera löst angeblich mit 8 Megpixel auf. Der Sensor vom Typ Omnivision OV5648 bringt aber tatsächlich nur 5 Megapixel auf den Chip. Also mal wieder Fakeangaben. Der Musik- und Videoplayer sind auf normalem Niveau. Soundseitig gibt es daher keine Überraschungen, optisch ist er sehr schlicht gehalten.

    Fazit: 160 Euro teuer, 180 Gramm schwer aber ok

    Das Cubot X15 hält nicht ganz was es verspricht. Die Kamera löst nur mit 5 respektive 13 Megapixel auf. Der Sensor macht soweit ganz gute Aufnahmen, Farben werden aber sehr knallig abgebildet. Das Display ist für meinen Geschmack etwas zu farbarm, während die 1.3 GHz schnell CPU mit ihren vier Kernen noch ausreichend dimensioniert ist. Für HighEnd-Spiele ist sie aber eher ungeeignet. Die Verarbeitung ist soweit ok, wenn nicht die wackelnden Tasten wären. Optisch hat es mir gut gefallen. Für 160 Euro kann man kaum etwas falsch machen.

    Quelle: http://mobile-reviews.de