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Review: Honor 7 (Dual-SIM LTE,Kirin935 SoC,5.2"-FHD,Fingerscanner)

Review: Honor 7 (Dual-SIM LTE,Kirin935 SoC,5.2"-FHD,Fingerscanner)

  1. dragon-tmd
    Das Honor 7 ist in China bereits ein Verkaufserfolg mit über 9 Millionen Vorbestellungen. Dabei hat die Tochtergesellschaft von Huawei doch einfach nur das Mate 7 geschrumpft, oder? Schaut man sich das neue Honor 7 an, dann könnte man jedenfals meinen, den "kleinen" Bruder vor sich zu haben. Das aktuelle Flaggschiff gibt es in mehreren Ausführungen und Farben. Mit 16 GByte bzw. 64 GByte internen Speicher bietet es 3 GByte RAM, ein edles Metallgehäuse und die Unterstützung für zwei SIM-Karten mit Full-Active-Dual-SIM und LTE Cat 6. Neben Dual-SIM kann das Honor 7 einen 5,2-Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.080 x 1.920 Pixel (424 ppi) vorweisen, eine 20-Megapixel-Kamera und einen Akku mit 3.100 mAh. Angefeuert wird das aktuelle Flaggschiff aus dem Hause Honor von einem Octa-Core-Chipsatz namens Hilisicon Kirin 935 mit maximal 2.2 GHz. LTE wird aktuell allerdings nur ohne die Unterstützung für Band 20 (800 Mhz) angeboten. Aber genug der Theorie, kommen wir zum Test!

    Technik: Mit Fingerabdrucksensor des Mate 7

    Prozessor: Hilisicon Kirin 935 mit 2,2 GHz und GPU: Mali T628 GPU
    Betriebssystem: Android 5.0 Lollipop mit Emotion UI3.1
    Interner Speicher:16 GB/64 GB interner Speicher, mit MicroSD (bis zu 128 GB) 3GB RAM
    Display: 5.2 Zoll (IPS mit 1.080 x 1.920 Pixel
    Abmessungen (HxBxT): 143.7 x 71.9 x 8.5 mm bei 157 Gramm
    Gehäusematerial:Metal in Gold, Grau, Silber
    Kamera: 20 Megapixel Kamera mit LED, 8 Megapixel Frontkamera
    Konnektivität: GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE Cat 6(1.800/2.100 MHz) + WLAN a/b/g/n/ac (Dualband), Bluetooth 4.0, MicroUSB, 3.5mm Audio
    Akku: 3,8 V/3.100 mAh, nicht wechselbar

    Verarbeitung und Haptik: Edles Metall erfreut mein Auge

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    Die Verarbeitung des Honor 7 ist wirklich super und auch die Haptik hat sich im Vergleich zum Vorgänger, dem Huawei Honor 6 nochmals verbessert. Das Gehäuse des knapp 144 x 72 x 8,5 Millimetern großen Smartphones besteht nun aus Metall. Damit legen neben dem Gewicht (157 Gramm) auch Ansehen und Haptik zu. Das Gehäuse knarzt nicht und auch der Einschub für die beiden Nano-SIM-Karten bzw. eine Nano-SIM und eine MicroSD-Karte auf der linken Seite des Gehäuses sitzt einwandfrei im Rahmen. Leider kann man nicht alles haben, also entweder Dual-SIM oder eben eine Single-SIM und die Speichererweiterung per MicroSD.

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    Der Lautstärkeregler sowie der Ein-/Ausschalter mit seinem feinen Riffelmuster befinden sich auf der rechten Seite und gut bedienbar. Sie stehen zudem nicht mehr so nahe beieinander wie beim Honor 6. Auf der linken Seite findet man noch eine Schnellstarttaste für die Huawei eigene Spracherkennung. Diesen Button kann man aber auch mit eigenen Apps belegen. Er reagiert dabei und längeren genauso, wie auf mehrmaligen Druck. So kann man mehrere Funktionen gleichzeitig belegen.

    Display: In Full-HD ist eigentlich alles ok

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    Das 5,2 Zoll große IPS-Display auf der Vorderseite löst mit 1.080 x 1.920 Pixel auf (424 ppi). Da es bei gleicher Auflösung im Vergleich zum Honor 6 etwa 0,2 Zoll gewachsen ist, sinkt die Pixeldichte natürlich leicht ab. Dafür kann man es deutlich besser bedienen, als beim großen Bruder (Huawei Ascend Mate 7). Die maximale Helligkeit geht in meinen Augen soweit in Ordnung und auch an der Ablesbarkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln gab es im Test nichts zu meckern. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollte man aber die manuelle Helligkeitseinstellung bemühen. Die Farbtemperatur des Displays kann man in den Einstellungen an seine persönlichen Ansprüche anpassen. Das Honor 7 kann übrigens auch per Doppel-Tap auf das Display aus dem Standby geweckt werden. Dazu muss man allerdings in den Einstellungen unter "Bewegungsteuerung" das passende Häckchen setzen :grin:

    Android 5.1 und Emotion UI 3.1: Bunt ist die Welt und veränderbar

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    Auf dem Honor 7 kommt die bereits von anderen Modelle bekannte Benutzeroberfläche namens Emotion UI in der aktuellsten Version 3.1 zum Einsatz. Auf den ersten Blick werden Kenner der Szene vermutlich leichte Ähnlichkeiten mit dem MIUI von Xiaomi oder anderen - oft chinesisch geprägten Userinterfaces - erkennen. Die Benutzeroberfläche selbst ist klar und einfach strukturiert, leider vermisst man aber auch wichtige Dinge, wie beispielsweise eine Sortiermöglichkeit der Apps nach Alphabet.

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    Das Emotion UI verzichtet bekannterweise komplett auf einen App-Drawer. Daher werden die Icons der Apps einfach auf den diversen Homescreens des Honor 7 verteilt. Auf Wunsch kann man hier Ordnung ins Chaos bringen, indem man seine Apps einfach in Ordner einsortiert. Die drei Software-Tasten zur Bedienung von Android 5.0 befinden sich natürlich am unterem Displayrand und können problemlos durch eine einfache Wischgeste (nach unten) ausgeblendet werden. Und das macht gerade im Vollbildmodus (zum Beispiel bei Spielen) auch Sinn. Denn so kann man auch bei hektischen Einsätzen in Modern Combat 5 und Co nicht aus Versehen den Home-Button drücken und das Spiel so in den Hintergrund verbannen. Wer das Emotion UI nicht mag, der kann sich im Play Store einen anderen Android-Launcher installieren. Dann sollte man aber in den Einstellungen unter "Apps verwalten" auf die Standardeinstellung der Apps klicken. In der Übersicht kann man dann den neuen Launcher aktivieren.

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    Das von Huawei (Honor) kreierte Emotion UI 3.1 kann man übrigens ab Werk mit "Themes" verschönern. In der Statusleiste am oberen Rand findet man neben den zahlreiche Verknüpfungen auch eine Art Zeitlinie. Dort kann man ansatzweise erkennen, was man den ganzen Tag mit seinem Smartphone angestellt hat.

    Das Honor 7 bietet den gleichen Finderabdruck-Scanner wie das Mate 7. Kein Wunder, denn schliesslich kann Honor auf die gleiche Technologie zurückgreifen wie der Mutterkonzern Huawei. So ist es ebenfalls kein Wunder, dass der Sensor wirklich einwandfrei funktioniert. So kann ich mein Honor 7 nach dem Training meine(r)s Finger(s) leicht Entsperren. Man kann den Scanner aber auch zur Anrufannahme, für Selfies (Fotos) oder Videoaufnahmen zweckentfremden. Sogar das Benachrichtigungsfeld in der oberen Leiste von Android kann man hiermit steuern. Dazu muss man nur leicht über den Fingerabdruck-Scanner nach unten wischen. Wer nach oben wischt, der kann die Leiste auch wieder ausblenden. Ziemlich wischiwaschi, gell?

    Benchmarks: Speed, more Speed

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    Die Performance mit der aktuellen Firmware (C17B132) ist in Zusammenspiel mit dem neuen Octa-Core-Prozessor von Huawei (Hilisicon Kirin 935) sowie den 3 GByte Arbeitsspeicher wirklich super. Dabei nutzt der neue Prozessor mit seinen acht Kernen (insgesamt zwei Cluster von Cortex-A53-Kernen im big.LITTLE-Verbund) maximal 2.2 GHz. Im Geekbench 3 erzielte das Honor 7 damit etwa 864 Zähler im Single-Core und etwa 3.463 Punkte im Multi-Core. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark kommt das Smartphone auf einen Wert von über 48.000 Punkte. Damit liegt es leicht vor dem Vorgänger, auf der Höhe des Huawei P8 und sowieso weit vorne an der Spitze. Geräte wie das HTC One M8 und Samsung Galaxy S5 bzw. das Xiaomi MI4 sind auch nicht schneller. Gegen ein HTC One M9 oder Samsung Galaxy S6 Edge kommt es allerdings nicht mehr an. Die gebotene Performance reicht aber locker für alle aufwendigen Spiele die gerade im Play Store vertreten sind. Neben Modern Combat 5, Reckless Racing 3, Xenowerks und Dead Trigger 2 haber ich auch diverse andere Games und Apps getestet: Kein Ruckeln, kein Zuckeln. Speed, more Speed :grin:

    Kamera:Mit 20 Megapixel bleibt die Kompaktkamera zuhause
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    Die Kamera auf der Rückseite löst mit 20 Megapixel auf, während der Modell auf der Vorderseite Selfies, Wefies und sonstwas mit maximal 8 Megapixel in Szene setzt. Die vordere Kamera bietet übrigens auch eine eigene LED. Das Autofokussystem der rückseitigen Kamera arbeitet mit einer Phasendetektion, statt mit einem Kontrastautofokus. Bei Dunkelheit wird man sich zusätzlich über den optischen Bildstablisator freuen. Die Aufnahmequalität des Sensors reicht in meinen Augen auch problemlos für die üblichen Urlaubsfotos.

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    Honor spendiert dem Honor 7 - ähnlich wie beim Huawei P8 - unterschiedliche Aufnahmemodi. Neben (unglücklich gewählten) Begriffen wie "Verschönern" und "Gute Lebensmittel" steht auch wieder die Lichtmalerei im Vordergrund. So kann man bei Dunkelheit (zum Beispiel mit einer starken Taschenlampe) Wörter oder Grafiken in die Luft malen. So entstehen teilweise beeindruckende Bildern. das Ganze funktioniert allerdings nur, wemm man sein Honor 7 auf ein Stativ platziert. Der optische Bildstabilisator ist dafür alleine nicht ausreichend. Meine Testbilder des Honor 7 findet ihr in meinem Fllickr-Konto.

    Wie man oben erkennen kann, hat Honor der Kamera-App einige Modi zur Auswahl. Neben der nachträglichen Änderung des Fokus in einer bereits abgespeicherten Aufnahme kann man aber den Hintergrund leider nicht mehr unscharf stellen. Das hat mir beim Honor 6 Plus gut gefallen.

    Konnektivität & Akku: Alles (na ja fast) vorhanden

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    Unterwegs ist man entweder per HSPA+ (Netz von o2 oder Vodafone) oder eben auch per LTE in der Cat 6 (Netz der Telekom) erreichbar. Zuhause oder an Hotspots nutzt man bequem das eingebaute WLAN 802.11 b/g/n/ac. Das klappte im Test völlig problemlos. Das Band 20 mit seinen 800 MHz wird aktuell aber (noch) nicht unterstützt. Dafällt es Nutzern von o2 oder Vodafone schwer mit dem schnellen LTE: Wobei das o2-Netz sowas eh nicht kennt :grin: NFC beherrscht das Honor 7 leider nicht. Daten und Medien werden aber per Bluetooth oder Micro-USB übertragen. Die eingebaute Fitness-App samt Schrittzähler informiert mich auf Wunsch über meine zurückgelegten Schritte. Das funktionierte im Test ganz gut.

    Der Hersteller hat dem Honor 7 einen Akku mit 3.100 mAh auf den Weg gegeben. Normalnutzer dürften mit dieser Kraftzelle problemlos anderthalb Tage ohne Steckdose auskommen. Wer sich allerdings viele Videos ansieht, wird schon nach knapp 8 Stunden sein Ladegerät einstöpseln. Die Sprachqualität des Honor 7 ist gut, die Gesprächspartner tönten klar und deutlich aus dem Hörer. Man ist zudem auf beiden SIM-Karten gleichzeitig erreichbar (Full-Active)! Das Honor 7 unterstützt für eine zusätzliche Speichererweiterung auch USB-OTG. Der GPS-Fix ist mit knapp 6 Sekunden auf einem hohen Niveau. Dank des Infrarotsensor kann ich übrigens auch meine heimische Technik leicht von der Couch aus steuern.

    Multimedia: Klang mit DTS aber ohne Pepp

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    Akustisch peppt das Huawei Honor 7 den Sound mit DTS auf. Der Musikplayer kommt von Huawei kann aber auch gegen Google Play Music getauscht werden. Die Optik des Huawei-Players kommt etwas verspielt rüber, ist aber übersichtlich und zielführend. Beide Player zeigen neben dem Interpreten auch Playlisten, Genres und Alben an. Auch das integrierte Album-Cover wird korrekt abgebildet. Der MP3-Player bietet neben DTS leider keinerlei individuelle Klang-Presets. Das Honor 7 Plus liefert — mit guten Kopfhörern wie zum Beispiel dem Sennheiser Momentum — einen satten Bass ab, klingt aber gerade über den eingebauten Lautsprecher etwas dünn. Der sieht optisch zwar nach Stereo aus (Bohrungen auf beiden Seiten des Gehäuses), ist aber tatsächlich nur Mono. Im direkten Vergleich mit den Xperia-Modellen aus dem Hause Sony, einem S6 Edge oder dem Apple iPhone 6 ist der Klang nicht ganz so lebendig, voll und klar. Meine beiden Referenzgeräte, ein Cowon J3 und der Estarlab Monolith spielen da sowieso in einer anderen Liga. Ein FM-Radio steht auch zur Verfügung, wer also lieber etwas "live" aus der Konserve hören möchte :grin:

    Fazit: Wer braucht da noch ein Mate 7?

    Ganz klar, das Honor 7 ist das "bessere", weil deutlich handlichere Huawei Ascend Mate 7 :grin: Mit einer Displaydiagonalen von 5,2-Zoll und Full-HD-Auflösung liegt es gut in der Hand. Das Gehäuse aus Metall und der Fingerabdruck-Scanner sind beide von hoher Qualität. Letzterer bietet sogar neben dem vernachlässigerbaren Sicherheitsaspekt einen echten Mehrwert. Der Sound geht dank DTS in Ordnung. Die beiden Kameras machen wirklich gute Aufnahmen. Mit einem Preis von aktuell knapp 400 Euro (Import), der Unterstützung für Dual-SIM samt LTE Cat. 6 und einem 3.100 mAh starken Akku kann man nix falsch machen. Zumal es in wenigen Monaten auch offiziell nach Deutschland kommt.