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Review: Oukitel U8 Universe Tap (5.5", HD, Android 5.1)

Review: Oukitel U8 Universe Tap (5.5", HD, Android 5.1)

  1. dragon-tmd
    Der hierzulande (noch) unbekannte Hersteller Oukitel stellt mit dem U8 Universe Tap sein neustes Smartphone vor. Zunächst glänzt das U8 des chinesischen Herstellers mit einem extrem günstigen Preis von umgerechnet 140 Euro (aktuell wieder 150 Euro). In dieser Preisklasse ist ein Rahmen aus Metall der zum Rand hin leicht abgerundet ist kein Standard. Im Gegensatz zur deutlich teureren Konkurrenz verwendet man beim Universe Tap aber ein - wenngleich auch recht robustes - dafür aber auch sehr schweres Metall. Laut Oukitel soll es sich um Flugzeug-Aluminium handeln. Mein Samsung Galaxy S6 Edge wirkt dagegen federleicht. Mit seinen Abmessungen von 152 x 76 x 7.9 mm und dem Gewicht von stattlichen 197 Gramm ist es recht gross und deutlich zu schwer geraten. Die Rückseite besteht aus Polycarbonat und verbirgt den 2.850 mAh starken Akku. Den kann man zwar nicht selbst wechseln, dafür hielt er im Test auch locker 1 1/2 Tage durch. Das mitgelieferte Ladegerät leistet 1 Ampere, damit ist das Oukitel Universe Tap in etwa 3 1/2 Stunden aufgeladen.

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    Kameraqualität ok, Sound gut

    Auf der Rückseite findet man den Lautsprecher sowie die Kamera mit Dual-LED und einer Auflösung von 13 Megapixel. So sagte s jedenfalls der hersteller und mein Testprogramm. Tatsächlich löst die Kamera aber nur mit 8 Megapixel auf und interpoliert die Werte auf 13 Megapixel. Daher resultiert auch die schlechtere Bildqualität. So ist die Kameraqualität nicht der Rede wert. Die Aufnahmen geraten bei künstlichem Licht leicht gelbstichig und insgesamt wirken die Farben etwas flau. Wolken werden zu gräulich abgelichtet. Videos nimmt die Kamera in Full-HD auf.

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    Oukitel stattet das Universe Tap auf der Rückseite sogar mit einem Fingerabdrucksensor aus. Mit dessen Hilfe kann man sein Smartphone entsperren und Apps gegen unbefugten Zugriff schützen. Das funktionierte im Test super und ich bin begeistert. Der TouchID-Sensor ist von hoher Qualität. Über den Sinn oder Unsinn kann man natürlich streiten. Der Musikplayer aus dem Hause Google (Play) bietet die üblichen Equalizer-Presets und Sortiermöglichkeiten. Der Klang ist über ein paar gute Kopfhörer wirklich nicht schlecht. Die Sound über den Lautsprecher geht aber so gar nicht. Ein dünnes "Gepiepse" tönt da aus dem rückseitig verbauten Lautsprecher, der seinem Namen so nicht gerecht werden kann.

    5,5"-Display mit HD


    Das Display auf der Vorderseite weist eine Diagonale von 5.5 Zoll auf, löst aber nur mit 720 x 1.280 Pixeln auf. Laut Hersteller soll es sowohl randlos sein, als auch 80% der Vorderseite in Beschlag nehmen. Die Ränder des Touchscreens sind zudem abgerundet. Das 2,5D-Display nutzt aber lediglich einen optischen Trick: der schwarze Rahmen um das ebenso schwarze Display ist nämlich immer noch 4 mm gross und die Rundung zum Rand hin kaum spürbar. Nicht vergleichbar mit dem iPhone 6. Die Kanten um das Display sind zudem etwas "scharf" geraten. Die maximalle Helligkeit ist in meinen Augen ausreichend. Bei direkter Sonneneinstrahlung muss es sich der Natur allerdings geschlagen geben. Die Farbdarstellung ist gut, wenn auch etwas "blass". Der Kontrast geht in meinen Augen in Ordnung. Die HD-Auflösung ist bei 5.5 Zoll allerdings schon grenzwertig. Das bemerkt man aber beim Besuch von Webseiten und dem Lesen von längeren Texten.

    Auffällige Sensortasten

    Leider hat sich der chinesische Hersteller für die Bedienung über drei silberfarbene Sensortasten entscheiden. Die befinden sich unter dem Display und stören in meinen Augen den ansonsten schönen Ersteindruck. Sie wirken optisch etwas "aufdringlich". Das ist in meinen Augen zudem etwas unverständlich, denn dank Android 5.1 wären Softkeys möglich gewesen. der Ein-/Ausschalter liegt auf der rechten Seite, direkt darüber findet man den Lautstärkeregeler. Der Einschub für die beiden SIM-Karten bzw. die MicroSD befindet sich hingegen auf der linken Seite.

    Android 5.1, Benchmarks und die Technik

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    Jawohl, das Oukitel Universe Tap wird mit Android 5.1 ausgeliefert. Allerdings nur mit Unterstützung für 32-bit. Das finde ich jetzt etwas seltsam, denn der eingebaute Prozessor vom Typ MediaTek MT6735i nutzt vier Kerne mit je 1 GHz und unterstützt angeblich 64-bit. Mit seinen 2 GByte Arbeitsspeicher reicht es im Geekbench 3 für 485 Punkte im Single-Core (Galaxy S5: 938) und 1.386 Punkte im Multi-Core (Galaxy S5: 2836). Die CPU ist also etwa auf dem Niveau des Snapdragon 410 und damit nicht die schnellste ihrer Art :grin:

    Der interne Speicher von 16 GByte kann per MicroSD-Karten um 128 Gbyte erweitert werden. Das ist auch dringend notwendig, denn für den Benutzer bleiben nur 8 Gbyte zur freien Verfügung. Dann verzichtet man aber auf die Dual-SIM-Unterstützung. Also entweder eine Speichererweiterung per MicroSD oder Dual-SIM mit zwei Micro-SIM. Dann sogar mit LTE in allen verfügbaren Bändern. Natürlich kann man sein Universe Tap mit allen möglichen Gesten steuern, aufwecken oder ruhend schicken. Das ist bei den Geräten aus China sowieso schon lange Standard.

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    LTE in allen Bändern und gute Gesprächsqualität

    Im Netz von o2 erzielte ich im Test die üblichen 10 Mbit/s, das liegt aber an der beschissenen (sorry für die harschen Worte) Netzqualität dieses Anbieters. Im Netz der Telekom kann ich auf über 60 mbit/s. Die Gesprächsqualität war dabei auf einem guten Niveau. Der fest eingebaute Akku hielt je nach Nutzungsverhalten zwischen 6 Stunden und 1 1/2 Tagen. Der erste GPS-Fix dauert mehrere Minuten, das GPS ist zudem eher ungenau und unterstützt kein Glonass.

    Kein schlechtes Smartphone

    Für umgerechnet 150 Euro bekommt man ein solides Smartphone und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der sehr robuste Rahmen ist mir persönlich aber zu "heftig" und das Gewicht von 197 Gramm wäre mir auf die Dauer zu hoch. Das Display mit seiner HD-Auflösung gab kaum Anlass zur Klage. Die Kamera auf der Rückseite liefert eine noch gerade akzeptable Bildqualität, löst aber tatsächlich nicht mit den versprochenen 13 Megapixel auf. Für das Geld kann man eigentlich trotzdem nicht meckern. Ob sich der Kauf lohnt? Nur wenn man sich den Stress mit dem Import durch den Kauf bei einem deutschen Händler ersparen kann.