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SJ6000 - 14 Megapixel GoPro Klon - LCD - WLAN - (Nerdbench.de)

SJ6000 - 14 Megapixel GoPro Klon - LCD - WLAN - (Nerdbench.de)

  1. Erbsenmatsch
    Hallo die Runde. Vor einigen Wochen hat mir TinyDeal die SJ6000 geschickt. -> Produktlink: http://www.tinydeal.com/sj6000-2-lcd-wifi-140mp-170°-lens-waterproof-sport-dv-p-137566.html

    Da der Testbericht morgen auf Nerdbench erscheint ist er in Wir/Nerdbench Form geschrieben. Kurzum: ich kann die Kamera nicht empfehlen. Sie hat eine schlechte Bildauflösung. Selbst der Hersteller macht keinen Hehl daraus, dass es sich bei der SJ6000 eigentlich um eine Car-Cam handelt. Gerade wenn man bedenkt, dass die billigste GoPro gerade 135 Euro kostet kann man die SJ6000 einfach nicht empfehlen.

    Alle Bilder:

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    Der Lieferumfang

    Kenoxin hat die OVP der SJ6000 ganz schön voll gestopft: Im Inneren der kompakten OVP befindet sich neben der SJ6000 selbst das wasserdichte Case sowie ein Clip um die Kamera beispielsweise am am Gürtel fest zu machen. Mit dem Bicycle Stand lässt die SJ6000 an jedem Fahrrad festmachen. Neben Helm-Adapter, einem USB Kabel und einem USB-Charger Adapter lassen sich noch weitere Base Stands und sogar Reinigungstücher finden. Zwar fehlt eine deutsche Anleitung, jedoch ist das Heftchen auch in Englisch.

    Die Technik

    Die SJ6000 kommt im typischen GoPro Design daher. Im Gegensatz zur G3 sind die Buttons an der Außenseite des Gehäuses wirklich funktionsfähig. Auf der Rückseite befindet sich ein 2 Zoll Display ohne Touch-Steuerung. Auf der Unterseite verbaut der Hersteller einen 900 mAh Akku, den der Nutzer auch entfernen kann. Wir hatten allerdings Probleme, den Akkudeckel erneut einzusetzen. Die SJ6000 verfügt über einen 14 Megapixel Sensor. Auf der linken Seite werden Micro-SD Karten eingeführt, die Kamera per USB geladen oder mit einem Bildschirm verbunden.

    Das Handling

    Ohne Zweifel: die Steuerung mit den von der GoPro bekannten Buttons - an richtiger Stelle - kommt der SJ6000 sehr zugute. Die Navigation durch die verschiedenen Einstellungen ist nach der ersten Eingewöhnungsphase kein Problem. Auch merkt sich die Kamera zuverlässig Einstellungen, die wir vornehmen - und das ist auch nötig. Wer auch immer die Software für die SJ6000 geschrieben hat, dachte dabei wohl an eine Car-Dashcam: kaum das wir die Sj6000 laden möchten, schaltet sich die Kamera ein und beginnt eine Aufnahme. Ein kurzer Blick in die Einstellungen später ist diese Option deaktiviert. Ärgerlicherweise merkt sich die Kamera hingegen nicht, wenn wir das WLAN deaktivieren - nach einem Neustart ist jenes stets wieder aktiviert. Was mit der GoPro oder QX100 ein Segen ist, stellt sich hier als Fluch dar: Unser Mi3 (stellvertretend für alle Android Geräte) verbindet sich automatisch mit dem neuen WiFi Signal und schaltet somit 3G/LTE aus - obwohl man die Kamera eventuell gar nicht mit dem Handy verbinden möchte.


    Abgesehen davon hat sich der Akku-Deckel in unserem Review einmal verabschiedet. Nach einem kleinen Kampf und viel Gewalt sitzt jener nun so fest im Gerät, dass er gar nicht mehr zu entfernen ist - jedenfalls nicht ohne minder viel mehr Gewalt. Abgesehen davon aktiviert sich die SJ6000 beim Transport auch gern mal von selbst. In den zurückliegenden vier Wochen blieb der Bildschirm bei einer solchen Gelegenheit weiß - die SJ6000 lies sich nicht mehr ausschalten (ohne den Akku zu entfernen). Nach dem der Cam der Saft ausgegangen war, konnte man sie wieder normal verwenden.



    Auch der Charging-Prozess wirkt nicht sonderlich durchdacht: an den Strom geschlossen schaltet sich die Kamera an, deaktiviert man sie das erste Mal wird aber nur die Kamera beendet, nicht aber das Display ausgeschaltet - jenes leuchtet weiter mit Batteriesymbol (samt LEDs!). Schaltet man die Kamera noch mal aus, geht der Screen sowie die LEDs aus, die Kamera wird dennoch weitergeladen.



    Ein weiteres Ärgernis: Möchte der Nutzer Fotos mit der SJ6000 machen, so wird zwar ein Bild ausgelöst, allerdings läuft der Counter, wie viele Fotos noch gemacht werden können, etwas verspätet mit. Das Problem daran: jener ist an sich der einzige sichere Indikator, dass wirklich eine Aufnahme erstellt worden ist - abgesehen vom Auslöse Geräusch.


    Die Bildqualität

    ... ist gefühlt noch schlechter als bei der G3. Während die SJ4000 von SJCams wohl zurecht gelobt wird, kann die SJ6000 nicht mit dem guten Namen mithalten. Bewölktes Wetter mag die SJ6000 gar nicht (die Bilder sind verrauscht), richtig schlechte Lichtverhältnissen lassen die Action-Cam endgültig scheitern.


    Schnell ein Video in einigermaßen gescheiter Qualität machen um eventuell vor Gericht die passende Beweise zur Hand zu habe - genau das kann die SJ6000. Allerdings fällt sie weit hinter den inzwischen billigeren Konkurrenten - wie der SJ4000 von SJCams - zurück. Selbst die Bilder am Tag sehen teilweise richtig schlecht aus. Richtig ärgerlich ist allerdings, dass selbst die Promovideos von TinyDeal und Banggood Fehler im Video aufweisen, die zwar nicht im Original Video auftauchen, aber nach der Bearbeitung im Schnittprogramm vorhanden sind.



    TinyDeal


    Banggood:




    Das Schutzcase

    Damit die Kamera auch mal einen Sturz übersteht, kommt sie mit einem Schutzcase daher. Jenes erinnert - wie alles an der SJ6000 - an die GoPro, der Schließmechanismus ist allerdings deutlich leichter zu lösen, als es beim Original der Fall ist. Im Gegensatz zur G3 lassen sich alle LEDs und vor allem das Display mit dem Case perfekt ablesen.




    Das Zubehör

    Durch das mitgelieferte Case lässt sich das für die GoPro konzipierte Case nutzen - in unserem Fall also Chesty, GoPole und der Stativ-Kopf. Aber auch verschiedene Quadcopter, Helme oder Taschen wurden derweil für die GoPro entwickelt und können problemlos mit der SJ6000 verwendet werden. Gerade der Stativ-Kopf Adapter ist sehr nützlich, um Beispiel weiteres Foto-Zubehör wie das Joby Griptight zu nutzen. Für Bild und Videodateien empfehlen wir eine Class 10 MicroSD Karte.



    Die Datenübertragung

    Kaum ist die SJ6000 an den PC geschlossen, fragt sie nach, ob man die Kamera als Datenspeicher (MSDC), Webcam oder DV nutzen möchte. Erfreulicherweise findet der Datenaustausch via MicroUSB Auch sehr zügig statt. Wer keinen USB Port frei hat, kann die Bilder und Videos auch per SD Karten-Adapter übertragen. Wir konnten weder mit Windows-Geräten oder unseren MacBook Probleme bei der Connection feststellen.





    Darüber hinaus verbindet sich die SJ6000 auch über WiFi mit dem Smartphone. Auf diese Art kann der Nutzer direkt vom Smartphone aus Bilder machen, Video-Aufnahmen starten und den aktuellen Ausschnitt auf dem Handy überprüfen (sollte die Kamera beispielsweise am Fahrrad angeschnallt sein). Das funktioniert sehr gut, auch wenn der WiFi Empfang gefühlt ein Stück schlechter ist, als bei der GoPro.



    Das Fazit

    Die SJ6000 hat im Vergleich zu den günstigen GoPro Modellen zwar WLAN und das Display auf der Pro Seite, gleichzeitig sollte bei einer Action-Cam das Bildqualität an erster Stelle liegen. Ist eine gute Bildqualität nicht zu gewährleisten, sollte auf den Einsatz von (wirklich netten!) Features, wie dem WLAN, verzichtet werden. Dem Kunden nützt sicher eine Kamera ohne drahtlose Verbindung aber mit anständiger Qualität mehr, als die SJ6000 in ihrem jetzigen Zustand. .


    Für zukünftige Revisionen wünschen wir uns einen besseren Anpassung an das Prinzip Action-Cam, vor allem was die Software anbelangt: das man das Gerät zum Laden erst zwei mal ausschalten muss, ist schlicht unpraktisch. Wir raten vom Kauf der SJ6000 grundsätzlich ab, da sie ihr Geld leider überhaupt nicht wert ist. Chinahandys mit bescheidener Qualität sind oaky - allerdings hatten die Entwickler bei der SJ6000 genau einen Job: eine gute Bildqualität abliefern. Wer es trotzdem nicht lassen kann: derzeit gibts die Kenoxin SJ6000 bei dem oben erwähnten Händler für 75,37 Euro - dazu kommen aber noch 19 % MwSt.

    Ich kann nicht oft genug sagen: kann man mal machen, msus man aber wirklich nicht.
    mibome sagt Danke für diesen hilfreichen Beitrag.