1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Xiaomi HongMi Testbericht

Xiaomi HongMi Testbericht

  1. Erbsenmatsch
    Hey!
    Ich hatte für Nerdbench die Gelegenheit das HongMI zu testen. Ich kopiere also wie bisher schon beim Pomp die wichtigsten Passagen hier für euch zusammen. Der Testbericht ist in wir/Nerdbench Form geschrieben, ist schließlich aus unserem Blog :) Es ist ein sehr ausführlicher Testbericht, nicht abschrecken lassen.

    Bei Fragen, immer her damit!
    Die Spezifikationen
    Mit 137x69x9,9 mm ist das HongMi sehr kompakt. Es liegt gut in der Hand und die 158 Gramm kommen uns sehr leicht vor. Das HongMi ist ein 2G/3G Smartphone, welches auch in unserem Land funkt – und das sogar mit 2 Sim-Karten, denn: es unterstützt auch Dual-SIM. Das 4,7 Zoll Display löst mit 1280x720 auf. Glücklicherweise geht keine Bildschirmfläche für Buttons verloren, denn diese befinden sich unterhalb des Displays. Die Nerdbench Redaktion ist bei diesem Punkt sehr gespalten: während die eine Hälfte On-Screen Buttons bevorzugt ist der Rest ein Fan von Soft-Buttons die keine Bildschirm-Fläche verschlucken. Es kann natürlich argumentiert werden, dass einige – aber eben leider nicht alle – Apps die Buttons auf Wunsch ausblenden können, aber dies passiert wie bereits erwähnt leider viel zu selten. Die Lieblings-App der Redaktion, Drastic, unterstützt dies beispielsweise bisher nicht. Das Display erreicht stolze 312 ppi. Wir können keine Pixel mehr erkennen und sind somit mit der Auflösung sehr zufrieden.

    Definitiv ausbaufähig ist allerdings der interne Speicher: Mit vier Gigabyte haben Speicher-Fans hier das Nachsehen. Selbstverständlich lässt sich der Hauptspeicher erweitern: Laut Hersteller verträgt der MicroSD Karten Slot bis zu 32 GB Karten. Ebenso nicht mehr ganz Zeit gemäß ist der Arbeitsspeicher: Derzeit bringen immer mehr Hersteller Smartphones mit 3 Gigabyte Ram heraus, während das HongMi noch auf 1 GB Arbeitsspeicher setzt. Wir von der Nerdbench Redaktion können aber beruhigt feststellen, dass das HongMi sich trotzdem in unserem Test wacker geschlagen hat. Dennoch wäre es schön, wenn Xiaomi ein Ram-Upgrade für die kommenden Versionen im Hinterkopf behält. Natürlich hat das HongMi auch Wirless Lan (b/g/n) sowie Bluetooth (4.0) an Board. Eine wirklich schöne Kleinigkeit versteckt sich dann doch noch in unserem Testgerät: Der USB Anschluss unterstützt nicht nur USB on-the-go (OTG) sondern auch MHL.

    Damit ist es möglich das Smartphone Display an einen Beamer oder den Fernseher zu schließen. Die Kamera ist dagegen nur Standard-Ware: sie löst mit 8 MP auf und verfügt über einen Autofocus sowie einen LED Blitz. Immerhin ist das Objektiv von Samsung und Videos können in 1080p aufgenommen werden. Die Front-Kamera löst mit 1,3 MP auf und schafft es auf 720p.
    Wie bereits erwähnt kommt auf dem HongMi ein MIUI Rom zum Einsatz, genauer gesagt Version 5. Diese basiert auf Android 4.2 und wir werden uns mit dem Rom noch sehr genau auseinander setzen.
    Angetrieben wird das Gerät von einem MediaTek MT6589T den wir bereits aus unserem letzten China-Phone kennen. Dabei handelt es sich um einen im 28 Nano-Millimeter gefertigtem Prozessor, der mit 1,5 GHz taktet. An Board befindet sich weiterhin eine PowerVR SGX544. Neben den üblichen Sensoren befinden sich im HongMi noch ein Gyroscope sowie ein Kompass.

    Wenn der Nerdbench während der Redaktionssitzung mal wieder langweilig ist, können wir über ein Headset ein Fußball Spiel im FM-Radio verfolgen. Damit dabei nicht der Saft ausgeht, hat Xiaomi einen austauschbaren Akku verbaut.


    Der erste Eindruck
    Öffnen wir den seitlich mit einem kleinen Gap versehenen Akkudeckel finden wir die zwei „Normal-Sized“ Sim-Karten Slots sowie den MicroSD Karten Slot. Sollte man also bereits seine Sim-Karte zurecht geschnitten haben, ist es an der Zeit entweder einen Adapter zu bestellen oder sich eine neue Sim-Karte zu besorgen. Unsere Version ist nicht gebrandet und hat natürlich keinen Simlock.
    Ein Blick zurück auf die Verpackung verrät der Nerdbench: unser Smartphone ist noch sehr jung: Es wurde erst gut vor einem Monat, 10/2013, produziert. Auf dem Akku-Deckel befindet sich ein MI-Logo, das auf die Zugehörigkeit zu Xiaomi hinweist. Sehr angenehm finden wir, dass die Kamera nicht aus dem Deckel herausragt, sodass wir nicht befürchten müssen, dass das Kamera-Glas zerkratzt. Natürlich mussten wir direkt den Akku einsetzen und das Smartphone starten. Dabei können wir zwischen drei Sprachen, eine davon Englisch, wählen. In zukünftigen Versionen wird MIUI auch in Deutsch verfügbar sein.
    Die Vorderseite hat Xiaomi schlicht gehalten: wir finden weder Logos noch Schriftzüge. Durch das Nexus 4 und 5 hat Google deutlich gemacht, wie das Unternehmen die Softbuttons anordnen würde: Zurück, Home und als letztes Menü. Beim HongMi hält sich der Hersteller (wie so viele andere) nicht daran und ordnet wie folgt: „Menü“, „Home“ und als letztes „Zurück“. Schickerweise sind die Buttons in rot gehalten allerdings leider nicht beleuchtet. Hat man sich mit seinem HongMi bereits angefreundet, so stellt dies kein Problem mehr da – steigt man allerdings gerade von einem anderen Smartphone um, könnte es zu kleineren Umstellungsproblemen kommen.
    Diese sind allerdings schnell beseitigt und der Umgang mit dem Xiaomi HongMi ist wieder problemlos möglich. Zunächst gar nicht aufgefallen ist uns die Benachrichtigungs-LED, welche direkt unter dem Home-Button sitzt. Dabei hat der User natürlich freie Farbwahl. Leuchten kann diese LED in Blau, Orange, Rot, Weiß, Violet sowie Gelb und Cyan. Beim ersten Start hat die Nerdbench selbstverständlich zunächst den App-Drawer gesucht. Diesen gibt es allerdings in MIUI nicht, da das Custom Rom alle Apps auf den verschiedenen Seiten des Homescreens unterbringt – selbstverständlich mit der Möglichkeit, Apps in Ordner zu packen um Platz einzusparen.
    twas unzufrieden sind wir mit dem Vibrationsmotor des HongMi: Er scheint auf demselben Leben zu sein, wie ein nicht gemoddetes Nexus 4 und ist somit ausbaufähig. Wir würden uns von MIUI eine Einstellungsmöglichkeit hierfür wünschen. Glücklicherweise können wir Klingel- und Alarm Töne sehr laut einstellen – überhören werden wir das HongMi sicher nicht.


    Der Prozessor
    Im HongMi kommt nun der brandneue MediaTek MT6589T zum Einsatz. MediaTek Prozessoren finden sich nahezu allen derzeit produzierten „China-Smartphones“, aber auch Sony verwendet inzwischen MediaTek Prozessoren, zum Beispiel in seinem Xperia C S39. Bei MediaTek Prozessoren handelt es sich um im Einkauf billige Chips, die entweder schrecklich langsam sind (da SingleCore) oder ordentlich was unter der Haube haben (da QuadCore). Vom MT6589 gibt es drei verschiedene Varianten (M, ohne Buchstabe, T).
    Der Zusatz „T“ im Namen des Prozessors steht für „Turbo“. Der neue Prozessor basiert auf dem MT6589 und wurde für die neusten Spiele verbessert und beschleunigt. Dabei taktet der MT6589T mit 1,5 Ghz und ist somit 25% schneller als sein Vorgänger. Auch die Grafikeinheit wurde verbessert: die GPU, eine PoverVR SGX 544MP, taktet nun mit 357 statt mit 286 Mhz wie noch bei dem Modell ohne „T“.
    Wir ihr an den obenstehenden Bildern erkennen könnt, haben wir das Pomp durch einige Benchmarks geschickt. Wir erreichen einen Wert von 16797. Das ist angesichts der Preisansage von Xiaomi ein ordentliches Ergebnis.

    Die Samsung-Kamera
    Spätestens seit dem ersten richtigen Smartphone verzichtete eigentlich jeder aus unserer Redaktion auf eine separate Kamera. Unsere Ansprüche sind demensprechend hoch, auch wenn es sich um ein China-Phone handelt. Das Pomp W99 hatte eine sehr gute 8 Megapixel Kamera an Board und hat die Messlatte in der Redaktion deutlich hoch gestellt, schließlich waren wir vom xTouch x507 nicht unbedingt verwöhnt. Das HongMi schafft es, die Messlatte im Tageslicht sogar etwas anzuheben und für unseren Geschmack noch bessere Bilder zu machen. Handelt es sich bei dem Foto nicht um ein Schnappschuss, kann die Nerdbench nur empfehlen die HDR Funktion des HongMi einzusetzen: Fotos werden im HDR Modus wunderschön und haben einen eindeutigen Mehrwert. Natürlich darf sich der Inhalt des gewünschten Bildes im HDR Modus nicht bewegen.


    Die Connections
    Gerade für Sportler oder auch Langstrecken Fahrer ist GPS eine wichtige Funktion. Auch wenn die Nerdbench zu diesen kalten Tagen den Sportplatz eher meidet haben wir uns mutigerweise für den Testbericht auf jenen gezwungen und mit Runtastic einige Runden gedreht. Erfreulich: der erste GPS Fix war nach sehr wenigen Minuten gefunden. Wir haben wirklich noch nie so schnell ein passendes GPS Signal mit einem China-Phone bekommen. Nach dem wir also bereits halb erfroren waren konnte der wohl anstrengendste Teil dieses Reviews beginnen: nach etwa 3 Runden waren wir sicher, dass Runtastic unsere Distanz richtig aufzeichnet und wir uns auf das GPS des HongMi verlassen können.


    Das Display
    Wer unsere Posts regelmäßig verfolgt weiß, dass die Nerdbench Redakteure große Serienfans sind. Während in Teammeetings stets gemahnt wird, dass die ausführlichen Video-Tests einzustellen oder zu verkürzen sind, haben wir es geschafft auch mit dem HongMi einen kleinen „The Blacklist“ Marathon zu machen und sind von der Display Qualität wirklich überzeugt. Die Farben wirken satt und es ist eine Freude – auch längerfristig – Serien oder Filme auf dem Display zu schauen. Auch die Blickwinkel sind in Ordnung, das Schwarz bleibt bis zu einem gewissen Grad stets sich selbst treu.

    Das Fazit
    Das HongMi hat uns die letzten Wochen Tag und Nacht beiseite gestanden und langfristig nicht enttäuscht. Behalten wir den sehr günstigen Einkaufspreis im Hinterkopf, bietet das Smartphone alles, was unser Herz begehrt und verfehlt nur in einigen Punkten die Messlatte anderer Smartphones. Es wird sicher einige Käufer geben, für die das Fehlen von NFC und LTE ein KO-Kriterium ist. Wer sich allerdings sicher ist, dass man NFC sowieso heutzutage quasi nicht nutzt oder auch über keinen LTE Vertrag verfügt, kommt mit dem Xiaomi HongMi vollends auf seine Kosten.
    Abgerundet wird unser positiver Eindruck von einer überzeugenden Akkulaufzeit und den nett gestalteten Soft-Buttons in Rot. Der MT6589T-Prozessor arbeitet mit den anderen Hardware-Komponenten gut zusammen und sorgt für ein ordentliches Gesamt-Ergebnis im Review. Das MIUI-Rom, welches wir uns in den nächsten Wochen noch einmal genau anschauen und euch vorstellen werden, wird monatlich aktualisiert und somit auf den neusten Stand gebracht. Wer kann das schon von seinem Smartphone behaupten? Erfreulicherweise kommen die Updates Over the Air (OTA).


    Wir haben das Gerät von tradingshenzhen.de erhalten. Der Kontakt mit den Jungs von TS ist sehr gut und vorallem spricht man dort Deutsch.

    Den kompletten Testbericht gibt es hier:

    http://www.nerdbench.de/2013/11/zum-aller-ersten-mal-miui-nerdbench.html


    Bilder kommen gleich, sobald ich den Post hier abgeschickt hab (ich erinnere mich mit Horror an das letzte Mal :p)


    Das Video Review: