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Xiaomi Mi3 im Langzeit-Test: Die eierlegende Wollmilchsau

Xiaomi Mi3 im Langzeit-Test: Die eierlegende Wollmilchsau

  1. Erbsenmatsch
    Sooo, das ist quasi mein zweites Review zum Mi3. (vom 30. Oktober 14). Da wie immer von Nerdbench in wir/Nerdbench Form geschrieben.

    Im Original hier: http://www.nerdbench.de/2014/10/xiaomi-mi3-im-langzeit-test-die.html

    Die Performance
    Ich beginne mit dem Abteil, welches ich im ursprünglichen Review zum Mi3 glatt vergessen hatte: der Performance. Das Xiaomi Mi3 kommt mit einem Snapdragon 800 sowie 2 GB Ram daher. Die Kombination aus beidem – und MIUI 6 (basierend auf Android 4.4) – ermöglicht es dem Mi3 alle täglichen Aufgaben zu meistern. Mehr noch: es schafft auch extrem Situationen, wie anspruchsvolle bzw. grafiklastige Spiele. In den vergangen Monaten ist mir nicht einmal eine Situation unter gekommen, bei der das Mi3 überfordert war.

    Die Updates
    Mein Xioami Mi3 läuft stets mit der aktuellen Dev Rom: jede Woche freitags gibt’s Updates für das Smartphone, die (meist) problemlos eingespielt werden können. Meist deswegen, da ich mich nach dem Update von Miui 5 auf 6 zu einem Hardreset genötigt fühlte. Hierbei waren einige Bugs entstanden, die ich so nicht tolerieren konnte. Kaum war das Gerät neu aufgesetzt, lief das Mi3 wieder wie am ersten Tag.

    Das Betriebssystem
    Xiaomi orientiert sich - das muss man zugeben - stark an Apples iOS: angefangen vom fehlenden App-Drawer bis hin zum (inzwischen aber überall übernommenen) Flat Design. An ersteres habe ich mich sehr schnell gewöhnt, sodass ich jedes Mal bei Geräten mit App Drawer schon fast verwirrte Züge annehme. Der Gesamteindruck hat sich hier allerdings etwas geschmälert: warum der Multitask jetzt auf dem Menübutton liegt, der Homebutton nur noch als jener dient (oder je nach Wunsch des Nutzers beispielsweise als Force Quit) oder die Taschenlampe aus dem Sperrbildschirm noch mal mit dem Powerbutton bestätigt werden muss, erschließt sich mir nicht. Obwohl Xiaomi sonst dem Nutzer die Individualisierung gänzlich in die Hände legt, lassen sich diese Änderungen leider nicht mehr vom Nutzer umkehren.

    Die Konnektivität
    Das Mi3 kommt mit allen nötigen Verbindungen daher: dazu zählen Bluetooth, WLAN und GPS, aber auch NFC. Letzteres ist anders als bei Apple Geräten auch für andere Dinge zu nutzen, als nur Apple Play. Near Field Communication ist vor allem für schnelle Verbindungen zwischen Gadgets wie derQX100, aber auch von Bluetooth Kopfhörern , und dem Mi3 nützlich. Während andere diesen Umstand als Power Point Feature bezeichnen, spart das in der Praxis Zeit, bei häufiger Verwendung rechnet sich dieser Umstand als eindeutiger Vorteil.

    WLAN kann nicht stark genug sein und so ist es auch beim Mi3: nicht nur, dass selbst in der letzten Ecke der Redaktion noch Empfangsbalken in der Statusleiste auszumachen sind, auch unterwegs lassen sich öffentliche Hotspots deutlich länger nutzen, als beispielsweise auf dem iPhone 5c von Apple.

    Während der eFox Shop sich während der Vorstellung neuer Geräte (wie dem Nachfolger desiNew V3) bei der Erklärung fehlender Features auf die inzwischen ausgebesserten alten Funktionen stützt, hat beim Mi3 GPS am ersten, aber auch noch heutigen Tag perfekt funktioniert. Wir navigieren uns zielsicher ans Ziel, jedenfalls wenn das Kartenmaterial das zu lässt.

    Die Batterielaufzeit
    Das Mi3 kommt mit einem dicken Akku (3.050 mAh) daher und hält dementsprechend auch sehr lange durch: in den seltensten Fällen muss ich das Mi3 abends wirklich laden. An normalen Uni-Tagen sind gegen 20 Uhr noch 40 Prozent vorhanden. Fallen mehr Zug- und Busfahrten (oder Langeweile in Seminaren) an, warnt mich das Mi3 abends in der Regel, dass nur noch 9 Prozent Energie vorhanden sind. Tatsächlich kann ich an einer Hand abzählen, wie oft das Mi3 unterwegs ausgegangen ist, wenn ich morgens mit 100 % aus dem Haus gegangen bin.

    Die Widerstandsfähigkeit
    Smartphones müssen bei mir einiges aushalten. Das geht soweit, das bereits im ursprünglichen Review vom Mi3 das Gerät nur kurz einem Bad im Teich entgangen ist, in dem es quer über Stock und Stein auf den Boden geworfen wurde – während ich selbst in den Teich fiel. Ergebnis: das Mi3 hatte außerhalb des Wassers, die Pebble Smartwatch auch in jenem, überlebt. Seit diesem Tag hat sich die Situation für das Mi3 nicht verbessert: unsere täglichen Begleiter fallen manchmal auf den Boden. Jeder, der meint, sein Gerät würde nicht runter fallen, darf einmal einen Blick auf die vielen gesprungen Displays in seiner Umgebung werfen. Irgendwann ist immer das erste Mal. Bei meinem Mi3 ist es inzwischen – gefühlt – das 6 millionste Mal gewesen: drei von vier Ecken haben Ecken ab, das Tempered Glass hätte ich besser mal am ersten und nicht erst 200sten Tag drauf gemacht. Trotzdem: weder ist das Display gerissen oder die Hardware anderweitig außer Gefecht gesetzt.

    Das Fazit
    Die von mir gewählte Überschrift verrät eigentlich schon meine Meinung zum Mi3: das Gerät ist (für mich) perfekt. Es ist so perfekt, dass ich zwar sehr günstig auf ein OnePlus One umsteigen könnte, es aber schlicht nicht nötig ist beziehungsweise es keinen Grund gibt umzusteigen. Nichts, was das Mi3 kann, macht das OnePlus One besser. Ich gehe noch einen Schritt weiter: nichts, was das Mi3 leistet, bringt ein anderes Smartphone besser an den Mann – mit Ausnahme der Lumia Smartphone Kameras vielleicht. Ich bin mit dem Xiaomi Mi3 vollends zufrieden - so zufrieden, dass sollte mein Mi3 kaputt gehen, ich sehr wahrscheinlich direkt ein neues Gerät ordern würde (aber noch lebt es :p)