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Die SoCs und ihre Patente/Lizenzen !

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von digidu, 8. August 2016.

  1. digidu
    Offline

    digidu Ohne 20 Bänder zum Erfolg ^^

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    Ihr kennt das wahrscheinlich das es bei vielen Herstellern Modelle mit unterschiedlichen SoCs hergestellt werden, oder manchmal/teilweise Abgespeckte Flagship Modelle mit veränderte Hardware für verschiedene Länder gibt.

    Bekannte Beispiele die mir jetzt so im Kopf sind:

    Xiaomi Redmi Note 3/pro, erstes mit einer MTK SoC, und zweites mit der Qualcomm SoC. Da kam laut einem Artikel herraus, dass in Indien ( vermutlich nur um Offizielle Verkäufe ) Xiaomi keine MTK Modelle raus bringen darf, eben wegen Patentrechtlichen Dingen.

    Oder auch ein Samsung S7, was auch in zwei Modellen auf dem Markt ist - Eins mit dem Exynos und eins mit dem Snapdragon 820 was für den amerikanischen Markt ist .

    Natürlich gibt es noch eine Menge anderer Beispiele, aber woran und mit welchen Patenten/Lizenzen liegt es denn nun genau ?

    Hängt das nach meinem Wissen nur mit den Funklizenzen( patente ) zusammen ?
    Das würde ja dann zu dieser Meldung passen:
    http://www.golem.de/news/patentverletzungen-qualcomm-verklagt-meizu-1606-121783.html
    Dann gibt es ja noch Apple die scheinbar komplett außen vor sind, ihre eigene SoC wird ja nicht für bestimmte Gebiete/Länder dahingehend geändert !?
     
    ColonelZap und Erbsenmatsch sagen Danke für diesen hilfreichen Beitrag.
  2. johndebur
    Offline

    johndebur 迟到总比不到好。

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    ja sieht so aus als ginge es um Funklizenzen. Das Problem in CHina ist ja, daß die drei grossen Anbieter unterschiedliche Frequenzen nutzen. Entweder bietet man dann ein Handy an , daß nur z.B die CHina Unicom Lizenzen nutzt. Aber will man dort ein handy richtig verkaufen, dann sind ja diese Handys beliebt, die mit allen Frequenzen zurecht kommen, also China Unicom, Telecom und Mobile CHina.
    Und anscheinend hat ja Qualcomm spezielle Patente, damit man gewisse Netze nutzen kann. Selbst wenn man keinen Qualcomm Soc nutzt, müßte man dann an die Lizenzen zahlen. Also so sieht das bei Meizu aus.

    http://news.mydrivers.com/1/490/490937.htm
    Auf jeden Fall verdient Qualcomm ganz gut an den PAtenten

    http://news.mydrivers.com/1/493/493303.htm


    Sind aber nicht die einzigen mit LTE patenten.

    langer Artikel:
    http://news.mydrivers.com/1/490/490937.htm

    Bei Apple gab es ja auch schon problem, daß in CHina nicht alle netze funktionierten. Also die haben da auch ihre Probleme.
    4229a4c9-8048-4a88-8f60-e80b9e02fb6d.jpg

    ----------

    Wer nicht zahlt wird halt verklagt :grin: Vivo und Oppo haben erst kürzlich mit Qualcomm Verträge abgeschlossen

    http://news.mydrivers.com/1/494/494643.htm
    http://news.mydrivers.com/1/493/493618.htm


    ------------------------

    In Indien ist nicht Qualcom der Kläger , sondern Ericsson

    http://www.chachaba.com/news/digi/sj/20150305_219510.html
     
    Createx, thor2001, ColonelZap und 4 andere sagen Danke für diesen hilfreichen Beitrag.
  3. Sotair
    Offline

    Sotair Kaffes Nikotides

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    Na ja, bei Xiaomi und Indien hatte das primär mit Ericsson zu tun, die Xiaomi dort fast an die Wand gedrängt hätten wegen der 2g/3g/AMR-Patentverletzungen durch Geräte mit MTK-SoC. Beziehungsweise: Xiaomi hat schlichtweg keine entsprechenden Lizenzgebühren an Ericsson für die Nutzung der Patente gezahlt, als sie dazu aufgefordert wurden. Und wohl darauf spekuliert, das sie damit durchkommen. Deshalb war das lizenzrechtliche Abkommen zwischen Xiaomi und Qualcomm im Dez. 2015 für 3g/4g/ 3-mode inkl. GSM auch so wichtig für Xiaomi - jetzt zahlen sie die entsprechenden Gebühren halt an Qualcomm. Und Geräte wie das RM 3s / Prime erscheinen in Indien brav mit Snapdragon 430 :)

    Bei Samsung liegt es wohl nicht zuletzt daran, dass der hauseigene Exynos 8890 mit seinem integrierten Modem kein CDMA unterstützt (der Vorgänger aus dem S6 hat ein Qualcomm-Modem integriert), der SD820 von Qualcomm dagegen schon - und für den US-Markt mit Anbietern wie Verizon und Sprint war das sicher nicht die schlechteste Entscheidung, statt Provider auszuschließen oder Lizenzgebühren an Qualcomm zu zahlen, gleich deren SOC zu verbauen. Sind also ganz andere Hintergründe als bei Xiaomi.

    Bei Apple kann man es kurz halten: Apple zahlt halt. Ericsson (hatten 2006 schon Samsung auf dem Kieker, 2015 z.B. auch Apple) hat ja im letzten Streit mit Apple deutlich gemacht, dass man als Lizentgebühr einen prozentualen Anteil am Verkaufspreis des Gerätes will - und nicht, wie von Apple gefordert, eine feste Lizenzgebühr für den Chip, der die patentierten Funktionen / Verfahren bereitstellt. Das dürfte auch der Punkt gewesen sein, an dem sich Xiaomi wie oben angesprochen aus den Verhandlungen verabschiedet hat. Apple und Ericsson haben sich ja schließlich im Dez. 2015 auf ein neues Abkommen geeinigt - und Apple zahlt nun an Ericsson. Und natürlich an Qualcomm. Und vielleicht bald ersatzweise an Intel statt an Qualcomm, wenn man den Gerüchten Glauben schenken will.

    Bei anderen wie Asus und Lenovo, bei denen die landesspezifischen Versionen nach außen hin zwar gleiche SoCs, aber Unterschiede bei den Modemversionen haben, dürfte es eher an den Einsparungen (dort z.B. S. 4) liegen, die sich erzielen lassen, wenn man eben nur die Frequenzen lizensiert und entsprechende Modem-Konfigurationen kauft, die der jeweilige Zielmarkt benötigt. Die internationalen Versionen kosten deshalb bei nahezu identischer Ausstattung auch entsprechend mehr als die jew. CN-Version. Und zumindest bei der Vibe-Serie von Lenovo mit SD 800 / 808 und 810 ist tatsächlich unterschiedliche Hardware beim Modem im Einsatz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. August 2016
    thor2001, esverkehrt, ColonelZap und 3 andere sagen Danke für diesen hilfreichen Beitrag.