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Taschenlampen Testbericht, Vergleich Convoy S3, C8, BLF A6, Ultrafire WF-501B, Flooder + Thrower

Taschenlampen Vergleich Convoy S3, Convoy C8, BLF A6, Ultrafire WF-501B, Flooder + Thrower

  1. mibome
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    • Jede Taschenlampe ist auf ihre Art und in ihrem Einsatzgebiet gut.

    Vor ein paar Tagen erreichte mich meine Convoy C8 Taschenlampe, ein qualitativ hochwertiger aber dennoch günstiger Thrower, den ich vor gut zwei Wochen als Reaktion auf eine Diskussion hier im Forum gekauft hatte. Vor einiger Zeit wurde nämlich unter anderem die Frage gestellt, worin sich die Convoy C8 und S3 unterscheiden, und welche man kaufen sollte.

    Ich habe das zum Anlass genommen, nachdem ich mit der Convoy S3 (in zwei Ausführungen, hier ist der Testbericht), der BLF A6 (auch in zwei Ausführungen) und einer SkyRay King zumeist Fluter habe (von zwei UltraFire WF-501B mal abgesehen), nun auch einmal einen guten Thrower zu kaufen und zu vergleichen.

    Die drei Taschenlampen Convoy S3, Convoy C8 und BLF A6 sind sich dennoch ziemlich ähnlich, in der Größe und in der Qualität.

    [​IMG]

    Während es wohl müßig ist, über die BLF A6 noch viele Worte zu verlieren, so wird der direkte Vergleich mit ihrem Gegenstück Convoy S3 umso interessanter.

    Hervorzuheben bei der BLF A6 ist der Umstand, dass sie einige Alleinstellungsmerkmale hat, die sie von anderen Taschenlampen abhebt, u.a. hat die BLF A6 zwei unabhängige LED Ansteuerungen eingebaut, nämlich einen normalen 7135 Treiber (wie ihn auch die Convoy S3 und C8 haben) für die sechs schwächeren Leuchtstufen und einen separaten direkt angesteuerten FET für starke Ströme nur für die stärkste Leuchtstufe. Damit kann man die Stromstärken für alle 7 Leuchtstufen präzise definieren. Sie hat außerdem eine Firmware, die öffentlich ist und modifiziert werden kann. Und mit der ausgelieferten Firmware hat sie von Anfang an schon so viele und umfangreiche Funktionen und Programme wie keine andere Taschenlampe, die ich kenne. Unter diesem Link findest Du die deutsche ausführliche Bedienungsanleitung zur BLF A6.

    Die BLF A6 ist laut Herstellerangaben 'IPX-8 waterproof 2 meters' und von der Bauform her ist sie klein, kompakt und nicht viel größer als die 18650er Zelle, die sie benötigt. Man kann sie in drei unterschiedlichen Lichtfarben kaufen, nämlich in 1A (kaltweiß), 3D (neutrales Licht) und 5A (sehr warmes Licht). Ich besitze die BLF A6 in 1A (kaltweiß) und 3D (normal weiß) wobei mir die kaltweiße Lichtfarbe 1A mit Abstand am besten gefällt, auch weil sie am hellsten erscheint aufgrund der kaltweißen Farbe. Diess Foto zeigt Dir die Lichtfarben 3D und 1A im Vergleich:

    [​IMG]

    Die BLF A6 kostet um die 25 Euro. Dafür hat sie aber auch bis zu 1400 'echte' Lumen in der höchsten Leuchtstärke und im unmodifizierten Originalzustand. Jedoch kannst Du diese 1400 Lumen nicht im Dauerbetrieb nutzen, weil die Hitzeentwicklung zu stark wäre. Deshalb schaltet die Taschenlampe automatisch nach ca. 40 Sekunden in die zweithöchste Leuchtstärke herunter. Die BLF A6 ist sehr gut und solide verarbeitet und hat einen entfernbaren Halteclip, der die Taschenlame auch gegen Wegrollen schützt.

    Die Convoy S3 ist ein direkter Herausforderer der BLF A6. Sie hat nicht so viele Modi und Programme, ist aber genauso gut verarbeitet und sogar noch ca. 1 Millimeter kürzer als die BLF A6. Sie ist auch mit ca. 13 Euro deutlich günstiger als die BLF A6.

    Trotz der kompakten Größe passen in beide Taschenlampen sowohl ungeschützte 18650 Zellen als auch geschützte 18650 Zellen, die etwas länger sind.

    Die Convoy gibt es in vielen verschiedenen Versionen, wobei ich die Version mit 1100 Lumen und XM-L2 U2 LED in der Leuchtfarbe 1A besitze und hier vorstelle, mit 7135 x 8 Treiber und einer maximalen Stromstärke von 2800mA, mit der die LED die 1100 Lumen erreichen soll.

    Die Convoy S3 hat einen Normalmodus mit der Schaltfolge niedrig - mittel- hell - Strobe – SOS, sowie einen zweiten Modus mit niedrig - mittel- hell. Es gibt eine defaultmäßig aktivierte Memory-Funktion, also leuchtet die Convoy S3 beim Einschalten in derselben Stufe wie beim vorherigen Ausschalten.
    Zwischen den Modi kann man beliebig hin und her schalten. Wenn die Spannung des Akkus auf drei Volt abfällt, dann fängt die Convoy S3 zur Warnung an zu blinken. Sie wird wie die BLF A6 mit IPX-8 Wasserdichtigkeit beworben, außerdem gibt es einen Verpolungsschutz bei falsch eingelegtem Akku.

    Die Convoy S3 sieht der BLF A6 sehr ähnlich, hat dieselbe Form und Dicke und ist sogar etwas kürzer als die BLF A6, wird aber ohne Clip geliefert, ist also nicht wegrollgeschützt. Sie kann, wie die BLF A6, auf der Schalterseite (Tailcap) aufrecht hingestellt werden. Vom Design und der Verarbeitung her nehmen sich, wie oben bereits geschrieben, die Convoy S3 und die BLF A6 nicht viel.

    Eine besondere Funktion der Convoy S3 ist ein fluoriszierender Ring, der nach dem Ausschalten einige Zeit grün weiter leuchtet.

    [​IMG]

    In der stärksten Leuchtstärke leuchtet die Convoy S3 Version mit bis zu 1100 Lumen. Das ist zwar weniger als die BLF A6 mit ihren 1400 Lumen, allerdings sehe ich keinen deutlichen Unterschied zwischen den Leuchtstärken beider Taschenlampen. Unten siehst Du direkte Vergleichsfotos aller hier vorgestellten Taschenlampen.

    Der große Unterschied zugunsten der Convoy S3 ist allerdings, dass ich die Convoy S3 dauerhaft in der höchsten Leuchtstärke mit 1100 Lumen betreiben kann, während die BLF A6 nach einer Weile von ihrer höchsten Leuchtstärke herunter schaltet.

    Dem entsprechend sind die meine Einsatzgebiete für beide Taschenlampen auch unterschiedlich.

    Die Convoy S3 benutze ich vornehmlich als Fahrradlampe. Man kann sie (wie auch die BLF A6) wunderbar in einen Taschenlampernhalter einklinken (z.B. hier und hier). Wegen der Memory-Funktion leuchtet sie nach dem Einschalten sofort in der höchsten Leuchtstärke.

    Die BLF A6 hingegen nutze ich als universale Taschenlampe, wenn ich unterwegs bin. Nach dem Einschalten leuchtet sie im schwächsten Modus, dem 'Moon Mode.' Das ist gut, wenn ich z.B. nachts mal nach der Zeit schauen möchte. Auf unbeleuchteten Wegen tippe ich nach dem Einschalten so lange, bis die mit jedem Tippen stärker werdende Leuchtstärke gerade richtig für den jeweiligen Bedarf ist.

    Ganz außen vor gelassen in diesem Bericht habe ich bislang die Convoy C8.

    Die Convoy S3 und BLF A6 sind so genannte Flooder, während die Convoy C8 ein 'Thrower' ist. Die Convoy S3 als Flooder und die Convoy C8 als Thrower haben dank der identischen LED und des identischen Treibers dieselbe Lichtstärke und dieselbe Bedienung, wie ich sie oben für die S3 beschrieben hatte, aber die Fokussierung des Lichtes ist anders. Während die S3 und die BLF das Licht breiter verteilen und deshalb gut geeignet sind, einen größeren Winkel breiter auszuleuchten (zu 'fluten - to flood'), z.B. beim nächtlichen Spazieren gehen, hat die C8 einen Reflektor, der das Licht stärker auf einen kleineren Punkt fokussieren ('werfen - to throw') soll. Man sieht das auch an dem Design der Taschenlampen. Der Reflektor der C8 ist deutlich größer als die Reflektoren der BLB A6 und der Convoy S3. Die Convoy S3 und die BLF A6 haben darüber hinaus einen leicht strukturierten Reflektor, der die Fluter-Eigenschaft noch einmal zusätzlich verstärkt. Die Spiegelfläche des Convoy C8 Throwers ist hingegen komplett glatt.

    Von dem Reflektor abgesehen sind jedoch die beiden Convoy Taschenlampen gleich in ihrer Verarbeitungsqualität, beim Treiber und in den technischen Daten. Beide Taschenlampen erreichen um die 1000 Lumen (als technische Daten sind 960 Lumen bei der C8 und 1100 Lumen bei der S3 angegeben), und beide Taschenlampen haben dieselbe Bedienung.

    Psychologisch gesehen erscheint die Convoy C8 heller, denn das menschliche Auge kann die Gesamtlichtmenge einer Taschenlampe nicht erfassen. Das menschliche Auge orientiert sich an dem hellsten Punkt, auch wenn dieser nur klein sein sollte.

    Das ist auch das Geheimnis, weswegen chinesische Billiglampen mit verstellbarer Fokussierung und Linse so erfolgreich sind. Da wird dann ein kleines aber helles Quadrat an die Hauswand geworfen, und es lässt die Taschenlampe sehr hell erscheinen, obwohl sie vielleicht gerade mal nur 120 Lumen hat. Gefühlt kommt es uns aber stärker vor als ein guter Flooder mit 1000 Lumen. Ohnehin verlieren fokussierbare Lampen allein durch die Fokussierungsoptik rund 50-60% ihrer theoretisch möglichen Helligkeit. Die haben nämlich keine Reflektoren. Nur der Bruchteil des emittierten Lichtes, nämlich nur das Licht, was nach vorn durch die Linsenöffnung strahlt, trägt zur Helligkeit der Lampe bei. Zudem erscheint die verbaute LED durch die Konvexlinse viel größer als sie wirklich ist. Wenn man also die Linse entfernt, sieht man, dass die eigentliche Licht emittierende LED-Fläche nur ein sehr klein sein mag. Unter dem Strich kann man sagen, dass Taschenlampen mit Linse und verstellbarer Fokussierung fast immer Mogelpackungen sind, mit schlechten und kleinen LEDs.

    Die Vierte im Bunde, die ich bislang noch gar nicht erwähnt habe, ist die Ultrafire WF-501B, auch ein Thrower, mit XM-L2 T6 LED, die laut technischen Daten durch den eingebauten und nicht näher spezifizierten Treiber mit bis zu 2,5A versorgt wird und dadurch bis zu 800 Lumen Lichtleistung erreicht.

    In alle vier Taschenlampen können die etwas längeren geschützten Akkus eingelegt werden.
    Alle vier Taschenlampen haben eine solide Bauform, mit jeweils individuellen kleineren Vorteilen und Nachteilen.

    Letztendlich ist das Hauptkriterium nicht die absolute Lichtlistung, die bei allen hier präsentierten Taschenlampen einigermaßen ähnlich hoch ist, sondern das unterschiedliche Abstrahlverhalten aufgrund der vier unterschiedlich ausgeprägten Reflektoren, sowie die Bedienung und Modi. Dabei haben die beiden Fluter bauart-spezifisch das kleinste Gehäuse und keine verdickten Reflektoren, hier sind die Reflektoren auch, wie gesagt, leicht strukturiert für eine bessere Streuung des Lichtes. Die beiden Thrower haben Reflektoren mit größerem Durchmesser, die glatt verspiegelt sind zur exakten Fokussierung.

    Du kannst in den Reflektorfotos sehr gut die unterschiedlichen Bündelungen sehen, indem Du die reflektierten gelben LED Abbilder in den Reflektoren miteinander vergleichst:

    [​IMG]

    Alles in allem ist das Gehäuse der Ultrafire WF-501B am unspektakulärsten, der schwarze Lack glänzt, im Gegensatz zu den anderen drei matten Taschenlampen, und der Reflektor, obwohl ein Thrower, ist nicht außerordentlich groß, Die Taschenlampe leuchtet dennoch gut fokussiert und ist mit ca. 8 Euro mit Abstand die günstigste der vier Taschenlampen. Am spektakulärsten dagegen sieht die Convoy C8 aus, mit sehr solidem Gehäuse und sehr matter schwarzen Beschichtung, die im Original echt cool und beeindruckend aussieht. Die Convoy S3 ist die kleinste der vier Taschenlampen und mir gefällt der grün fluoriszierende Ring am Außenrand des Reflektors sowie die defaultmäßig eingeschaltete Memory-Funktion sehr gut. Die BLF A6 ist die mit Abstand vielseitigste Taschenlampe, von der Mondlichtfunktion bis hin zur stärksten Leistung von 1400 Lumen, wobei mir die überaus durchdachte und intelligente Bedienung und Schaltfolge gefällt. Sie hat auch scheinbar besonders vergütetes Glas, wie Du an dem bläulichen Schimmer in den Reflektorfotos sehen kannst. Zudem ist sie die einzige der vier genannten Taschenlampen, die mit einem entfernbaren Halteclip geliefert wird, und ist daher die einzige der vier Taschenlampen, die einen Wegrollschutz hat. Alle Taschenlampen bis auf die Ultrafire können auf ihren Tailcaps stehen, wenn auch die Convoy C8 wegen des breiten Reflektors dann eher wackelig steht.

    Es gibt also bei allen vier Taschenlampen keinen Sieger oder Verlierer. Jede Lampe für sich hat ihre Stärken und Einsatzgebiete, und jede Taschenlampe hat ein ähnlich gutes Preis-Leistungs Verhältnis.

    Und nun folgt der Test mit dem direkten Abstrahlvergleich aller vier Lampen. Dazu habe ich dieselben Voraussetzungen geschaffen. Alle Lampen haben dieselben voll geladenen und geschützten 2600mAh Samsung Akkus, und ich habe die Fotos mit identischen Kamera-Einstellungen gemacht, also dieselbe Blende und Verschlusszeit pro Test-Serie. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Kamera den echten Eindruck nicht gut einfangen kann. Für das Auge sehen alle Leuchtbilder deutlich heller aus als auf den Fotos. Jede Lampe für sich kann zumindest mich überzeugen in seiner Lichtstärke.

    [​IMG]

    Alle Fotos in diesem Testbericht haben die folgende Taschenlampenfolge: Convoy S3, BLF A6, Convoy C8, Ultrafire WF-501B.

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]


    Zum Schluss noch ein Vergleich der jeweiligen technischen Daten. Dabei habe ich die technischen Daten meiner speziellen Versionen genommen, da es insbesondere die Convoy Modelle in vielen verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Treibern, LEDs und Lichtfarben gibt:

    / Convoy S3 (*1) BLF A6 Convoy C8 (*1) Ultrafire WF-501B (*1)
    Preis inkl. Versand ca. 13€ ca. 25€ ca. 13€ ca. 8€
    Bauart Flooder Flooder Thrower Thrower
    LED-Typ XM - L2 U2 XP-L XM - L2 U2 XM-L2 T6
    Geschützte 18650 Akkus ja ja ja ja
    Treiber 7135 x 8 A17DD-L + FET 7135 x 8 keine Angabe
    max. Stromstärke 2,8A 4...6A (*2) 2,8A 2,5A
    max. Lumenzahl 1100 1400 (1600 gemodded) 960 800
    Lichtfarbe kaltweiß 1A kaltweiß 1A kaltweiß 1A kaltweiß
    Wasserschutz IPX-8 Standard Waterproof IPX-8 waterproof 2 meters keine Angabe keine Angabe


    Fußnoten:
    (*1): in der hier präsentierten Version
    (*2): Die maximale Stromstärke wird bei der Taschenlampe nicht angegeben, aber in den Spezifikation des Treibers.

    Kauflinks:
    Convoy S3
    BLF A6
    Convoy C8
    Ultrafire WF-501B


    Zur Vollständigkeit:

    Die Akkus, mit denen ich die Taschenlampen betreibe sind geschützte Samsung Zellen mit je 2600 mAh. Man bekommt sie günstig als Zweier- oder Viererpack u.a. bei Banggood. Auch wenn in der Artikelbeschreibung 'CN Warehouse' steht, so kamen die Akkus die letzten Male immer aus den Niederlanden und waren innerhalb einer Woche da. Es gibt sie auch als Zweierpack für etwas über 10 Euro.

    Für den Leuchtvergleich habe ich bei allen vier Taschenlampen dieselben, also diese Akkutypen verwendet.

    Als Ladegerät verwende ich einen Opus BT-C3100 Charger. Für viele Leute ist das der beste und vielseitigste Charger, den es auf dem Markt gibt, aber ich enthalte mich mangels fundierten Fachwissens einer eigenen Meinung dazu. Er verrichtet seine Dienste zuverlässig und solide und hat umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Er läd fast jede Art von Akku in fast jeder Technologie, von einfachen aa oder aaa Zellen bis hin zu 18650 Zellen, also Zellen mit den unterschiedlichsten Spezifikationen. Ich brauche für alle Arten von Akkus, die ich im Haushalt benutze, nur noch dieses eine Ladegerät.

    Für die Reise nutze ich zusätzlich ab und zu einen Liitokala Lii - 100. Der ist universell nutzbar, sehr klein und mit einem normalen USB-Charger verwendbar, und kostet nur ca. 3 Euro.

    So, ich hoffe, Ihr könnt mit diesem kleinen Taschenlampen-Vergleichstest nun eine Entscheidung treffen, welche Taschenlampe es für Euch werden soll, oder welcher Taschenlampen-Typus für Eure Anwendungsfälle am besten geeignet ist.
     
    Klausl13 sagt Danke für diesen hilfreichen Beitrag.
  2. mibome
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    Reichweitevergleich zwischen der Convoy S3 und der Convoy C8

    An einer anderen Stelle im Forum kam eine Diskussion zur Reichweite von Taschenlampen auf, und mir wurde klar, dass da mein Review nicht so genau und präzise war. Deshalb schiebe ich hier ein paar Informationen nach.

    'Reichweite' ist ein ziemlich vager Begriff, weil ja die Reichweite einer Taschenlampe nicht abrupt endet, sondern die Leuchtstärke mit der Entfernung abnimmt und irgendwann nicht mehr gut wahrnehmbar ist.

    Deshalb habe ich einen direkten Vergleich zwischen der Convoy S3 und der Convoy C8 gemacht. Beide Taschenlampen haben die identische Lichtmenge von rund 1000 Lumen, aber die Fokussierung ist anders verteilt. Während die S3 als Fluter ihr Licht breiter verteilt, konzentriert die C8 dieselbe Lichtmenge stärker in einen Punkt.

    Das Vergleichsbild in dem Testbericht, das ich unter einer Brücke aufgenommen hatte, zeigt eine gegenüberliegende Brückenwand, die 40 Meter entfernt ist. An jenem Bild
    Flashlight_Compare_01.jpg
    kann man also schon relativ gut ablesen, wie die jeweiligen Reichweiten der einzelnen Taschenlampen sind.

    Darüber hinaus bin ich vorhin kurz nach Sonnenuntergang noch einmal raus gegangen und habe die Convoy S3 und die Convoy C8 auf eine Hauswand strahlen lassen, die genau 100 Meter entfernt ist.

    Convoy S3: Convoy_S3_Strasse.jpg Convoy_S3_Detail.jpg

    Convoy C8: Convoy_C8_Strasse.jpg Convoy_C8_Detail.jpg

    Vergleichsfotos ohne Taschenlampe:
    Ohne_TL_Strasse.jpg Ohne_Detail.jpg

    Während sich der Lichtstrahl der S3 auf die gesamte Fläche verteilt, konzentriert sich die C8 tatsächlich noch zu einem guten Teil auf das Zentrum, d.h. auf die Hauswand in 100m Entfernung.

    Ausschnittvergrößerungen unterstreichen hier noch einmal die Unterschiede zwischen den Abstrahlverhalten der Convoy S3 und der Convoy C8.


    @islaorca und alle anderen Interessierten: Ich hoffe, diese Info ist hilfreich für Euch?
     
    Andycat, mikeeee, islaorca und eine weitere Person sagen Danke für diesen hilfreichen Beitrag.
  3. mibome
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    mibome Well-Known Member

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    Kleiner Testbericht Astrolux S2 Thrower aka BLF Kronos X6, Vergleich mit Convoy C8


    Da ist sie also, die exotische Astolux S2, eine umgelabelte BLF Kronos X6, die wiederum eine BLF A6 nur in Thrower-Ausführung ist.

    Vergleich_02.jpg Vergleich_03.jpg

    Während die BLF Kronos X6 mittlerweile vergriffen scheint, konnte ich tatsächlich noch die umgelablete Version Astrolux S2 abstauben. Bei Banggood wird die Version für 18650 Akkus noch für rund 30 USD verkauft.

    Es bietet sich also geradezu an, wo ich nun schon einmal diesen Exoten abstauben konnte, ihn mit der Convoy C8 zu vergleichen, die ich vor einiger Zeit schon einmal in diesem Testbericht vorgestellt hatte.

    Beide Thrower sind solide und vorbildlich verarbeitet, beide Thrower sind mattschwarz beschichtet und liegen kalt, schwer und gut in der Hand. In beide Thrower passen geschützte Zellen und beide Taschenlampen können auf dem Tail stehen.

    Und jetzt beginen auch schon die Unterschiede: Die Astrolux S2 aka BLF Kronos X6 ist deutlich kompakter, sie ist einen knappen Zentimeter kürzer als die Convoy C8, außerdem ist der Durchmesser des Reflektors kleiner. Und dennoch hat sie eine noch konzentriertere Lichtbündelung auf ein kleines Zentrum hin. Im Anschluß kannst Du direkte Leuchtvergleichsbilder sehen. Dazu kommt die Astrolux S2 aka BLF Kronos X6 in einer hübschen Pappschachtel und mit relativ viel Zubehör, nämlich einer Halteschlaufe, einem Clip, einem Ersatzgummi für den Schalter, und mit Ersatzdichtungsringen.

    IMG_20170118_203258.jpg

    Eine Besonderheit der Astrolux S2 aka BLF Kronos X6 ist die verwendete XPL-HI Cree LED, die nicht gedomt ist, d.h. die Emitterfläche hat keine aufgebrachte Linse. Das sollte ein Maximum an Leuchtkraft bringen. Und tatsächlich: die Taschenlampe ist ausgesprochen hell. Das Hochhaus in den Fotos ist ca. 170 Meter entfernt und es wird noch gut zentral angestrahlt. Auf der Banggood Produktseite wird die Taschenlampe mit 1400 Lumen angegeben und das ist mit Sicherheit auch realistisch. Im direkten Vergleich mit der Leuchtkraft der Convoy C8 kann mein Auge keinen Helligkeitsunterschied ausmachen, aber das liegt an der unterschiedlichen Lichtbündelung, die bei der Astrolux S2 aka BLF Kronos X6 besser und konzentrierter ist.

    Astrolux_S2_LED.jpg

    Eine weitere Besonderheit ist der schwach blau beleuchtete Einschaltknopf auf der Tailcapseite. Er besitzt ein Dauerleuchten, das man aber durch eine mechanische Stromkreistrennung durch eine Viertel Tailcap-Drehung komplett ausschalten kann. Ich habe gelesen, dass das Dauerleuchten so wenig Strom verbraucht, dass man den Akku dennoch nur alle sechs Wochen nachladen müsste. Aber ich bevorzuge die Viertel Tailcap-Drehung, um eine galvanische Trennung zu erreichen.

    IMG_5433.JPG

    Unter’m Strich ist die Astrolux S2 aka BLF Kronos X6 eine Königin in meiner Sammlung, auch wenn ich sie wegen Ihrer Thrower-Eigenschaft wahrscheinlich nicht sehr oft benutzen werde. Die Anwendungsfälle für einen Thrower sind in meinem täglichen Leben nicht so sehr häufig. Aber gut ist es, für eventuelle kommende Weltuntergänge dennoch eine solche Taschenlampe hervor holen zu können.

    Wie auch schon im großen Testbericht habe ich auch für diesen Vergleich dieselben Voraussetzungen geschaffen. Beide Lampen haben dieselben voll geladenen und geschützten 2600mAh Samsung Akkus, und ich habe die Fotos mit identischen Kamera-Einstellungen gemacht, also dieselbe Blende und Verschlusszeit. Ein Vergleichsfoto zeigt die unbeleuchtete Straße. Die gegenüber liegende Hauswand ist ca. 100m entfernt, während das Hochhaus ca. 170m entfernt ist.

    Vergleich_01.jpg Vergleich_05.jpg

    Detailansicht:

    Vergleich_04_Detail.jpg
     
    vnutschi, Schussi, Skyfire und 5 andere sagen Danke für diesen hilfreichen Beitrag.
  4. Andycat
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    Andycat Well-Known Member

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    Wie immer ein sehr schöner und ausfühlicher test......
     
    mibome sagt Danke für diesen hilfreichen Beitrag.
  5. mibome
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    mibome Well-Known Member

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    Die kleine BLF A6 erhellt den ganzen Strand :)

    IMG_20170521_191439.jpg IMG_20170521_191455.jpg IMG_20170521_191512.jpg

    Die Fotos habe ich eben erst gemacht, sie sind nur ein paar Minuten alt.

    Die grünen Leuchtpunkte sind Tintenfisch- Fischerboote am Horizont. Die locken Squid mit grünem Licht an. Mir ist trotz BLF A6 kein Oktopus ins Gesicht gesprungen.
     
    Andycat und ColonelZap sagen Danke für diesen hilfreichen Beitrag.